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| 16:27 Uhr

Stadtsanierung
Denkmal des Monats steht in Herzberg

Sichtlich gut gelaunt ging die Übergabe von Urkunde und Plakette vonstatten:  Bürgermeister Michael Oecknigk, Jutta und Holger Klaus, Michael Knape und Bodo Broszinski (von links).
Sichtlich gut gelaunt ging die Übergabe von Urkunde und Plakette vonstatten:  Bürgermeister Michael Oecknigk, Jutta und Holger Klaus, Michael Knape und Bodo Broszinski (von links). FOTO: Rico Meißner
Herzberg. Ein Wohn- und Geschäftshaus an der Torgauer Straße in Herzberg ist das „Denkmal des Monats“ der Arbeitsgemeinschaft „Historische Stadtkerne“. Die Übergabe der Denkmalplakette war eine der letzten Amtshandlungen von Herzbergs Bürgermeister Michael Oecknigk (CDU). Von Rico Meißner

Das Wohn- und Geschäftshaus in der Torgauer Straße 6, in dem sich seit Oktober 2015 auch „Kleist’s kleines Restaurant“ befindet, ist am Donnerstag als 221. Denkmal des Monats der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg“ ausgezeichnet worden. Das Ensemble gehöre zu jenen Denkmälern „die in besonderer Weise die Vielfalt unserer kulturellen Tradition erlebbar machen und die Verbundenheit der Bürger mit ihrer Stadt stärken“, wie es in der Urkunde heißt. Diese wurde, zusammen mit einer Plakette, den Eigentümern Jutta und Holger Klaus durch Herzbergs Bürgermeister Michael Oecknigk (CDU), den Vorstandsvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft und Bürgermeister von Treuenbrietzen Michael Knape sowie Doberlug-Kirchhains Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP) als Vorsitzender der Regionalgruppe Süd-Ost im Rahmen eines kleinen Programms überreicht.

Für Michael Oecknigk war es eine der letzten Amtshandlungen als Bürgermeister. Er bedankte sich ausdrücklich dafür, eine solche Auszeichnung noch einmal vergeben zu können: „Das tut mir richtig gut“, sagte er. Dann ließ er die wechselvolle Geschichte des Hauses noch einmal Revue passieren. Egal ob Nutzung als Materialwarengeschäft, als Wein- und Branntwein Handlung oder nun als „kleines Restaurant“.

Getreu dem diesjährigen Thema der Arbeitsgemeinschaft „Spurensuche – Europa in historischen Stadtkernen“, betonte er, wie sich „Ideen und Geschmäcker Europas hier am Jacobsweg trafen“. „Hier, am Weg zwischen den beiden Frankfurts, wurde gehandelt, man war für Neuigkeiten offen. Der Transfer von Waren und Informationen, Wissen und Moderne lag und bewegte sich auf der Straße, direkt vor der Haustür“, so der Bürgermeister. In diesem Sinne solle man auch die jetzige Lokalität von Romy und Ronald Kneist nutzen.

Die Verbindung zu Europa stellten auch die Schüler der 6. Klasse der Johannes-Clajus-Schule in einem kleinen Programm unter der Leitung von Ines Jacobi heraus.

Michael Oecknigk kündigte an, sich auch im Ruhestand weiter einbringen zu wollen, beispielsweise beim Lutherweg. Das vergangene Jahr des Reformationsjubiläums sei ein guter Ausgangspunkt, um weiter zu machen und vor allem auch touristisch „nicht stehen zu bleiben“.

Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung, die bei einem gemütlichem Beisammensein aller Beteiligten und den zahlreichen Gästen im Inneren des Gebäudes ausklang, übernahmen Konrad Angelow, Conrad Brünnich und Jonas Richter von der Kreismusikschule „Gebrüder Graun“ unter der Leitung von Thomas Brünnich.

Für die Eigentümer der Torgauer Straße 6, Jutta und Holger Klaus, ist die Auszeichnung ihres Gebäudes „schon beeindruckend“. Und wo wird die neue Plakette jetzt angebracht? Da waren sich die beiden noch nicht ganz einig. Nach einem passenden Platz „wird noch gesucht.“