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| 19:00 Uhr

Schönewalde
Den runden Geburtstag mit „Dornröschen“ feiern

Die zweite Osterferienwoche nutzen die Mädchen und Jungen der Tanzgruppe des Schönewalder Hortes zu Proben für die Jubiläumsaufführung am 13. April. Sie tanzen eine Eigenproduktion von „Dornröschen“.
Die zweite Osterferienwoche nutzen die Mädchen und Jungen der Tanzgruppe des Schönewalder Hortes zu Proben für die Jubiläumsaufführung am 13. April. Sie tanzen eine Eigenproduktion von „Dornröschen“. FOTO: Rudow / LR
Schönewalde. Der Schönewalder Hort wird 60 Jahre alt. Die Kinder üben dafür auch in den Ferien. Von Birgit Rudow

Im Hort „Sonnenschein“ in Schönewalde ist auch in den Osterferien Hochbetrieb. Zweimal im Jahr führen die Mädchen und Jungen der Tanzgruppe des Hortes ihr Tanzlager auf dem Schulgelände durch. In dieser Woche ist es wieder soweit. 47 (hauptsächlich) Mädchen und Jungen haben ihre Schlafplätze in den ausgeräumten Räumen im Hortgebäude aufgeschlagen. In den Fluren ist auf zusammengestellten Tischen das Frühstücksbufett aufgebaut mit allem, was Kinder am Morgen gern mögen. „Jeder kann so lange schlafen, wie er möchte. Aber um 10 Uhr geht es mit den Proben los“, sagt Hortleiterin Brigitte Fritz. Unterstützung bekommt sie nicht nur von ihren Kolleginnen wie zum Beispiel Monika Ziegner oder Britta Golm, sondern auch von ehemaligen Hortkindern, die heute die Oberschule oder das Gymnasium besuchen. Im Tanzlager wird aber nicht nur gearbeitet. So sind am Dienstagabend alle gemeinsam im Bus zum Baden in die Flämingtherme nach Luckenwalde gefahren. Mittwochabend gab es Pizza, Stockkuchen und Musik am Lagerfeuer.

Die meiste Zeit gilt aber dem Tanzen, und dabei hat die Tanzgruppe in diesem Jahr ein besonderes Ereignis vor den Augen. Am Freitag, dem 13. April, wird das 60-jährige Bestehen des Hortes in Schönewalde gefeiert. Eine ehemalige Kollegin führt akribisch eine Chronik über den Hort. Dabei war ihr aufgefallen, dass im Schuljahr 1958/59 der Hort in Schönewalde zum ersten Mal Erwähnung fand. „Damals wurde eine Nachmittagsbetreuung der Kinder  für  Eltern angeboten, die in der Landwirtschaft gearbeitet haben“, berichtet Brigitte Fritz. Das war sozusagen die Geburtsstunde des Schönewalder Hortes. Seitdem hat sich vieles verändert. War der Hort erst mit im alten Schulgebäude untergebracht, wurde er nach der Wende für einige Zeit aus dem Schulkomplex ausgelagert in den alten Kindergarten am Sportplatz. Doch die Kapazität reichte bald nicht mehr aus.

Als der Sekundarschulbereich in Schönewalde geschlossen wurde und nur noch die Grundschule übrig blieb, stand das Haus II des Schulkomplexes leer. „Zum Schuljahr 2007/08 wurde es nach unseren Wünschen umgebaut. Wir sind zur Schule zurückgekehrt und haben jetzt seit zehn Jahren ein eigenes Gebäude mit tollen Räumlichkeiten“, sagt die Hortleiterin. Genutzt werden sie vor allem zur Nachmittagsgestaltung. Die Hausaufgaben erledigen die Kinder in ihren Klassenräumen. Von den 126 Mädchen und Jungen der Grundschule besuchen 98 den Hort. Mittlerweile benötigen sie einen weiteren Raum im Haus III. Die Hortnerinnen sind froh darüber, dass sich ihre Einrichtung wie  die Schule in Trägerschaft der Stadt befindet. „Es gibt noch vieles, was erneuert werden müsste, vor allem bei den Beschäftigungsmaterialien für die inhaltliche Arbeit. Aber die Stadt bemüht sich sehr“, lobt Brigitte Fritz. So hat der Hort aus einer Firmenspende für die Kinder- und Jugendarbeit in Schönewalde Geld für Nähmaschinen, Mauerkästen oder einen großen Tanzspiegel erhalten. Brigitte Fritz ist mit vielen Rahmenbedingungen in Brandenburg für die Hortarbeit insgesamt nicht einverstanden, aber sie weiß, dass sie sich auf ihre fünf Mitarbeiterinnen jederzeit verlassen kann. „Es geht nur im Team“, sagt sie.

Das gilt auch bei der Vorbereitung für die Jubiläumsfeier. Die „Sonnenscheingirls und -boys“ werden in der Aula der Schule das Märchen „Dornröschen erwacht voll schön im Jahr 2018“ tanzen. Der Aufwand ist groß. Kulissen, Kostüme und Requisiten entstehen in Eigenproduktion durch die Hortnerinnen und die Kinder. Das Märchen ist eine Mischung aus traditioneller Geschichte und Moderne. Man darf gespannt sein. Und weil aus Platzgründen leider  nicht alle zur Feier am 13. April eingeladen werden konnten, führt der Hort sein „Dornröschen“ zum Heimatfest in Schönewalde am Pfingstsamstag im Festzelt noch einmal auf.