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Seelische Gesundheit im Alter
Demenz, Depression und Abhängigkeit im Alter

Senftenberg/Elbe-Elster. Das Zentrum für Psychosoziale Gesundheit (ZfPG) am Klinikum Niederlausitz lädt am Sonnabend zu einer öffentlichen Veranstaltung mit dem Thema "Seelische Gesundheit im Alter" ein. Dann treffen sich Fachkräfte, Angehörige und Interessierte beim 2. red/mf

Südbrandenburger Symposium für Psychosoziale Gesundheit im Konrad-Zuse-Medien-Zentrum der BTU in Senftenberg.

Das erste Symposium hatte die Droge Crystal Meth zum Inhalt.

Der demografische Wandel mit der zunehmenden Überalterung der Gesellschaft stellt die medizinischen und psychosozialen Versorgungssysteme auch im Landessüden vor neue Herausforderungen, informiert das Klinikum. Laut Statistischem Bundesamt ist bereits heute jeder fünfte Mensch in Deutschland über 65 Jahre alt oder älter. Etwa 25 Prozent dieser Gruppe ist von einer psychischen Erkrankung betroffen, am häufigsten von Demenz, Depression, Suizidalität und Abhängigkeitserkrankungen.

Das Gebiet der Gerontopsychiatrie, das sich mit Diagnostik, Therapie und Prävention psychischer Erkrankungen höheren Alters (ab 60 Jahre) beschäftigt, hat in Zusammenarbeit mit der Geriatrie eine besondere Bedeutung für das Aufrechterhalten und Wiederherstellen seelischer Gesundheit bei älteren Menschen sowie das Management chronischer Verläufe.

Bei dem Symposium am Sonnabend wird Dipl.-Med. Karsten Wolff, Chefarzt des Zentrums für Psychosoziale Gesundheit am Klinikum Niederlausitz, daher die seelische Gesundheit im Alter in den Fokus rücken und über die gerontopsychiatrische Versorgungssituation sowie die demografischen Herausforderungen sprechen.

Ein weiteres Thema, das Dr. Gabriel Eckermann, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Arzneimittelsicherheit, aus Berlin vorstellt, ist die Arzneimittelinteraktion bei älteren Menschen.

Anschließend referiert Prof. Dr. Torsten Kratz, Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, aus Berlin zu Verhaltensstörungen bei Demenz.

Vor und nach den Vorträgen haben Besucher die Möglichkeit, sich an den Infoständen von verschiedenen Vereinen und Firmen zu informieren und die Vernetzung der Akteure in der Region in einem persönlichen Gespräch zu intensivieren.

Am Nachmittag können die stationären Gegebenheiten des Zentrums für Psychosoziale Gesundheit am Klinikum Niederlausitz sowie die neu eingerichtete Intensiveinheit in drei parallelen Führungen nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden.

Das 2. Südbrandenburger Symposium für psychosoziale Gesundheit richtet sich an Fachpersonal, aber auch an Angehörige und Pflegende. Eine Anmeldung ist erforderlich, Telefon 03573 75 3001. Weitere Informationen sind im Internet unter www.klinikum-niederlausitz.de ersichtlich.