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| 01:00 Uhr

Dem Bürgermeister ins Notizbuch diktiert

Löhsten.. „Gibt es noch Fragen oder Probleme, die angesprochen werden müssten?“ Bürgermeister Michael Oecknigk sah sich unter den 13 Löhstener Bürgern um, die am Mittwoch zur Einwohnerversammlung gekommen waren. Evi Jochade

Da niemand sich meldete, konnte das Stadtoberhaupt die Gesprächsrunde in der Überzeugung beenden, alles ausdiskutiert zu haben, was den Bürgern dieses Stadtteils so unter den Nägeln brennt.
Und das war einiges. Abgesehen von einer windschiefen Pappel, die gefährlich nahe an einem Haus steht und nun mit Hilfe der Feuerwehr gestutzt werden soll, ging es hauptsächlich um Verkehrsprobleme. Ebenso wie in anderen Ortsteilen erregte die schlechte Verkehrsanbindung die Gemüter. Man war sich mit Michael Oecknigk einig, dass der geplante dreispurige Ausbau der B 87 an den Bedürfnissen vorbeigehe. Der würde mehr Behinderungen als Vorteile bringen, so Oecknigk, und wäre glatte Steuergeldverschwendung.
Aber auch innerhalb Löh stens liegt so manches Problem auf bzw. an der Straße. Birgit Langenickel verwies auf ein tiefes Loch in ihrem Weg. Dort sammele sich bei schlechtem Wetter eine Menge Wasser, was nicht abfließen könne. Autos und schweres landwirtschaftliches Gerät würden diese Mulde mit ihrem Gewicht immer tiefer drücken. Sie schlug vor, das Problem mit einer Fuhre Split zu beseitigen. Doch der Bürgermeister und andere Anwesende plädierten eher für eine grundsätzliche Lösung. Wie die genau aussehen wird, ob eine Regenrinne oder ein Sickerschacht die Entwässerung übernimmt, das soll demnächst eine Begehung aufzeigen.
Klären will Michael Oecknigk auf Anfrage der Löhstener auch, wie weit die Planung des Radweges nach Herzberg voran geschritten ist. Zwar sei er beantragt worden, aber die Bundesstraßen begleitenden Radwege hätten beim Ministerium Vorrang. Dennoch müsse die Sicherheit der Kinder an erster Stelle stehen. Deshalb werde er prüfen, welchen Fortschritt es da gibt.
Eine Frage der Sicherheit ist auch die Raserei auf den Ortsstraßen. Vor allem die Züllsdorfer Straße lädt dazu ein. Manche Autos bekommen fast die Kurve nicht und die sei noch dazu sehr unübersichtlich, klagten die Anwesenden. Sie wandten sich deshalb mit der Bitte an ihren Bürgermeister, zeitweilig ein mobiles Messgerät aufzustellen, welches den rasanten Kraftfahrern ihre Geschwindigkeit anzeigt. Auch ein 30er-Schild wäre aus ihrer Sicht ohne Zweifel angesagt, brachten sie vor.