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Das ganze Dorf im Fernsehgarten

Bei Jenga Mania kam es vor allen Dingen auf eine ruhige Hand an und auch auf die Frage, aufhören, solange der Turm noch steht, oder weitermachen?
Bei Jenga Mania kam es vor allen Dingen auf eine ruhige Hand an und auch auf die Frage, aufhören, solange der Turm noch steht, oder weitermachen? FOTO: rmr1
Kolochau. Vielleicht könnte das ZDF sogar noch etwas lernen. Der Kolochauer "Fernsehgarten" war am Samstagnachmittag mit der Ausrichtung der nunmehr 8. Straßenolympiade auf dem Sportplatz Anlaufpunkt für Einwohner und Gäste. Rico Meißner / rmr1

Die Olympiade wurde ursprünglich anlässlich des Dorffestes ins Leben gerufen. "In den ersten zwei Jahren sind wir noch von Straße zu Straße gezogen", erinnert sich Moderator Gerd Brzoza. "Aber da wir mittlerweile auch viele Gäste im gehobenen Alter haben, entschieden wir uns, sie zentral am Freizeitzentrum zu veranstalten." Dass alle bei dem Fest mitziehen, ist im Ort zu spüren. Überall ist geschmückt. "Es ist uns wichtig, alle einzubinden", so Brzoza. "Wenn möglich vom Kind bis zur Oma." Und so traten auch die Mannschaften der Bahnhof-, Friedens-, Post-, Dorf- und Hauptstraße sowie "Storch" und Sportplatz in bunt gemischter Besetzung gegeneinander an. Das Ziel war der Wanderpokal, der bereits gut sichtbar auf einer Lautsprecherbox platziert wurde. Angelehnt an das Motto richteten sich die etwa zweistündigen Spiele am Thema "Garten" aus. Geschicklichkeit und Schnelligkeit waren gefragt, ebenso wie eine ruhige Hand, etwa beim "Jenga Mania".

Generell ist man im Ort mit dem dreitägigen Programm zufrieden. "Wir haben stabile Zahlen und auch ein stabiles Publikum. Und wir konnten auch neue Sponsoren gewinnen", freut sich Brzoza. "Den Erfolg macht aber letztlich aus, dass sich die breite Masse der Dorfbewohner einbringt." So hatte etwa der Jugendclub die fast 100 Jengasteine selbst hergestellt. Natürlich durfte im Fernsehgarten das Maskottchen nicht fehlen. Stilecht und in Form des Mainzelmännchens, auch bekannt als Michael Thormann. Die Größe des Männchens von "unter eins siebzig" erklärte das Maskottchen selbst: "Als ich in Mainz losgelaufen bin, war ich noch eins neunzig."