Von Rico Meißner

Die „Dirt Driver“ sind zurück. Am vergangenen Wochenende startete die Crossbike Strecke der Stadt wieder in die neue Saison. Seit fast genau zwei Jahren gibt es hier auf einer Fläche von etwa 1,2 Hektar die Möglichkeit, sich mit dem Fahrrad auf 20 Hügeln auszuprobieren. Die Anlage steht allen jederzeit offen. „Besonders gut besucht sind die Wochenenden und die Ferienzeiten“, so Toni Edler, einer der Mitorganisatoren der Strecke. Gemeinsam mit Enrico Krause und Olaf Krüger sowie deren Ehefrauen kümmert er sich um die Instandhaltung der Bahn. Dafür investieren sie jedes Jahr viel Zeit.

Neu hinzugekommen sind jetzt eine rustikale überdachte Sitzecke, eine Beleuchtungsanlage und eine sanitäre Einrichtung.

Großes Interesse am Mountainbike-Sport

Entstanden war die Idee von der Bikestrecke ursprünglich, als sich Toni Edler, dessen Sohn leidenschaftlicher Mountainbiker ist, fragte, warum es nicht möglich sein sollte, so etwas auch in Uebigau zu haben. Der Nachwuchs Eric Edler, Moritz Krause und Philipp Krüger gehört inzwischen als begeisterte Fahrer und Helfer zum „harten Kern“ des Teams. Von ihnen stammen auch die Ideen, mit denen die Strecke jedes Jahr ein wenig verändert wird. Aber worum geht es ihnen beim Fahren ? „Es ist eindeutig der Adrenalinkick“, so Philipp Krüger. Und Moritz Krause ergänzt: „Bei uns allen ist es generell das große Interesse am Mountainbike-Sport. Und auch die gemeinsame Arbeit und alles, was damit zusammenhängt. Wir wollen nicht drinnen hocken.“ Wenn sie nicht in Uebigau unterwegs sind, geht es samt  Rad auf andere Strecken in Brandenburg.

Doch die Jugendlichen betreuen auch die künftigen Nutzer der Strecke. „Wir kümmern uns um die Kleinen, reparieren auch schon mal etwas an ihren Fahrrädern oder geben ihnen Tipps“, so die drei. Auch sonst hat man bei den Betreibern viele lobende Worte für die Jugendlichen. „Die Jugend benimmt sich hier ausgesprochen anständig“, sagt Enrico Krause. „Wir hatten absolut noch keine Schwierigkeiten.“ Wichtig ist ihm auch, Dank zu sagen an alle Sponsoren und Unterstützer. „Es sind sehr viele, die uns ausgesprochen zugetan sind. Und auch für alle, die herkommen, gilt, nicht nur Fahrrad fahren, sondern auch helfen.“ Das wird genauso umgesetzt.

Keine Motorisierung der Strecke

Vergrößert werden soll die Fläche indes nicht. Bis auf die jährlichen Veränderungen, wie in diesem Jahr das sogenannte „Pump-Dreieck“, bleibt alles wie es ist. Auch eine „Motorisierung“ der Strecke wird es nicht geben. „Es bleibt eine reine Fahrradstrecke“, macht Toni Edler deutlich. „Wir möchten hier den Nachbarn keine permanente Beschallung zumuten.“

Die  Saisoneröffnung, wie am vergangenen Samstag, hat sich in der Stadt bereits als fester Punkt etabliert. Das war auch am zahlreichen Publikum deutlich zu erkennen. Bei leckeren Spezialitäten vom Grill und reichlich Getränken, fand sich durchaus die Möglichkeit, die Bahn in Augenschein zu nehmen, zu testen oder einfach nur miteinander zu plaudern. Selbst die Kleinsten waren mit Begeisterung dabei. „Innerhalb von zwei Jahren ist die Eröffnung ein fester Punkt im Veranstaltungskalender Uebigaus geworden. Gut so!“, lacht Enrico Krause.

Und noch etwas steht schon fest. Sollten die Söhne irgendwann aus beruflichen oder familiären Gründen die Strecke nicht mehr mitbestreiten, wird sich um die jetzigen, noch kleinen, Mountainbiker gekümmert. „Wir wollen das alles hier vernünftig erhalten und wenn wir das machen, dann ziehen auch die nächsten nach“, ist Toni Edler überzeugt. „Wir werden die Strecke auf jeden Fall weiterhin beibehalten und betreuen.“