In Deutschland zeigen aktuell viele Indikatoren zur Entwicklung der Corona-Pandemie eine erneute Verstärkung des Infektionsgeschehens. Sowohl der Anteil von Covid an Atemwegserkrankungen als auch die Krankenhaus-Einweisungen durch das Virus und die Zahl der Corona-Todesfälle steigen an. Und in dieser Entwicklung macht auch die Region Elbe-Elster keine Ausnahme.
In Elbe-Elster werden seit einiger Zeit am Wochenende keine Fälle offiziell registriert, die über die Wochenendtage bekannt gewordenen Fälle fließen dann jeweils erst am folgenden Dienstag in die offizielle Statistik ein. Zu diesem Zeitpunkt (Montag, 18. Oktober) wurde in Kreis in dieser Woche 196 neue Fälle offiziell gemeldet, eine Woche zuvor waren es noch 169.Wegen Nachmeldungen hatte die gemeldete Sieben-Tages-Inzidenz in Elbe-Elster in der vergangenen Woche schon einmal die Marke von 1000 überschritten, aktuell liegt sie bei 824.
Im Vergleich mit den vergangenen Wochen zeigt auch dieser Wert aber einen Anstieg der Fallzahlen. Begonnen hat dieser Trend im Kreis Anfang September, nachdem die Fallzahlen zuvor seit Ende Juli rückläufig gewesen waren. Weil einige mit Schnelltests festgestellte Corona-Infektionen inzwischen nicht mehr mit PCR-Tests bestätigt werden, sind die offiziell gemeldeten absoluten Zahlen weniger aussagekräftig als die Trendlinien der Entwicklung des Infektionsgeschehens.

Herzberg/Finsterwalde/Elsterwerda

Auch wenn die Zahl von Todesfällen und Krankenhauseinweisungen relativ zur Menge der Infektionen weiterhin deutlich niedriger ist als in den Phasen der Pandemie vor der Verfügbarkeit von Impfstoffen und Ausbreitung von Immunschutz geht mit der aktuellen Infektionswelle auch weiterhin eine Krankheitslast einher.
Am 17. Oktober wurde in Elbe-Elster ein weiterer Corona-Todesfall registriert, der 408. im Verlauf der Pandemie. Und an einzelnen Tagen in diesem Monat gab es in Elbe-Elster wieder drei Corona-Patienten gleichzeitig auf der Intensivstation. Aktuell müssen dort zwei Personen behandelt werden, von denen aber keine invasive Beatmung benötigt. Im Nachbarkreis Oberspreewald-Lausitz gibt es im Moment sogar fünf Corona-Intensivpatienten – das heißt, ein Drittel aller verfügbaren Intensivbetten ist dort mit Covid-Fällen belegt.