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Buswendeschleife an Schliebener Schule fertig

Die Buswendeschleife wird ab 1. November in Betrieb gehen.
Die Buswendeschleife wird ab 1. November in Betrieb gehen. FOTO: Sylvia Kunze
Schlieben. Die Schliebener Schule ist Investitionsschwerpunkt in diesem Jahr. In einem ersten Schritt ist eine neue Buswendeschleife entstanden. In einem zweiten Schritt wird ins Haus IV investiert. Gesamtkosten beider Projekte: rund eine dreiviertel Million Euro. Sylvia Kunze

Die neue Buswendeschleife an der Schliebener Grund- und Oberschule ist zumindest schon inoffiziell in Betrieb genommen worden: am Dienstagnachmittag im Beisein von Vertretern aus dem Amt, der Stadt, der Schule und der am Bau Beteiligten. Offiziell benutzt wird sie ab 1. November, kündigt Margitta Zerna-Beck, Geschäftsführerin der Verkehrsmanagement Elbe-Elster GmbH, an. Als scheidende Chefin des Unternehmens verspricht sie bei der Gelegenheit gleich, dass man prüfen wolle, inwieweit Linien, die die Schliebener Schule anfahren, noch weiter optimiert werden können.

Davon profitieren könnten in erster Linie die 216 der insgesamt 290 Schüler der Grund- und Oberschule, die auf die Busse angewiesen sind und aus 47 umliegenden Städten und Dörfern morgens nach Schlieben fahren und nach Schulschluss wieder zurück in ihre Heimatorte gebracht werden. Zumindest das regelmäßige "Chaos", das immer einsetze, wenn sich zu den Stoßzeiten die Busse aus beiden Richtungen vor der Bildungseinrichtung begegneten, sei künftig schon mal Geschichte, freut sich Schulleiter Jochen Haase mit Blick auf das weiträumige neue Wendeschleifenareal.

Für Amtsdirektor Andreas Polz gleicht das Geschaffene irgendwie einem kleinen Wunder. Denn noch vor kurzer Zeit habe keiner daran geglaubt, dass die Idee, die einst Busfahrer Walter Jaich an ihn herangetragen hatte, in die Tat umgesetzt werden könne. Der Großrössener Busfahrer hatte den Standort der alten Molkerei als Buswendeschleife und Busparkplatz ins Gespräch gebracht. "Eine schöne Idee, aber wegen des Privatbesitzes nicht so einfach in die Tat umzusetzen", glaubte Polz anfangs - und wurde eines Bessern belehrt. Die Besitzer ließen sich begeistern und verkauften. Und letztlich gab es für das Vorhaben auch noch Fördermittel und andere Zuschüsse, sodass das mit rund 280 000 Euro veranschlagte Projekt mit Verlegen der alten Haltestelle zur neuen Wendeschleife, Umsetzen der Buswartehäuschen, Herrichten von Parkplätzen und Schaffen eines direkten Zugangs zur Schule letztlich gebaut werden konnte, ohne in die Stadtkasse greifen zu können.

"Besser hätte es für Schlieben und die Schule nicht laufen können", bilanziert der Amtsdirektor und hat dabei im Blick, dass mit Beginn der Herbstferien in der nächsten Woche bestenfalls die Arbeiten gleich weitergehen. Dann aber am Haus IV, an dem zuerst einmal das Dach erneuert werden soll. Die Gerüstbauer stehen schon in den Startlöchern, und auch die Dachdecker warten nur auf passendes Wetter.

Sobald das neue Dach wieder dicht ist, soll es im Inneren des Hauses und an der Fassade weitergehen. Die Auftragsvergabe steht für die Schliebener Stadtverordnetenversammlung am Dienstagabend im nichtöffentlichen Teil auf der Tagesordnung. Dann geht es um Innenausbau, Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallation, Fassadensanierung, Einbau von Fenster und Türen sowie einer Elementwand im Speiseraum. Das Gesamtbudget für die Arbeiten am Haus IV beläuft sich auf knapp eine halbe Million Euro.