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| 15:07 Uhr

Am 9. Juni
Bundeswehr bietet in Holzdorf eine Show der Extraklasse

Ein Bild, das sich beim zurückliegenden Tag der Bundeswehr in Schlieben an jeder Ecke geboten hat: Interessierte Besucher stürmten die vielen in der Innenstadt abgestellten Großgeräte, löcherten die Soldaten mit nicht enden wollenden Fragen und probierten selbst auch immer wieder aus.
Ein Bild, das sich beim zurückliegenden Tag der Bundeswehr in Schlieben an jeder Ecke geboten hat: Interessierte Besucher stürmten die vielen in der Innenstadt abgestellten Großgeräte, löcherten die Soldaten mit nicht enden wollenden Fragen und probierten selbst auch immer wieder aus. FOTO: Sylvia Kunze
Holzdorf. Tag der Bundeswehr in Holzdorf soll für die Besucher zu unvergesslichem Erlebnis werden. Von Sven Gückel

Schon jetzt steht fest: Ein solches Event hat es am Bundeswehrstandort Schönewalde-Holzdorf noch nie gegeben, einen solchen Zulauf hat der Fliegerhorst noch nie erlebt. Der Tag der Bundeswehr am 9. Juni, der Streitkräfte übergreifend zum vierten Mal in Folge stattfindet, fordert von den Organisatoren logistische Höchstleistungen ab. Für die Besucher jedoch soll er zu einen unvergesslichen Erlebnis werden.

Holzdorf wird einer von bundesweit 16 Standorten sein, an denen sich die Bundeswehr zeitgleich einem breiten Publikum öffnen möchte. Ähnlich gelagerte Veranstaltungen wird es unter anderem in Dresden, Erfurt, Flensburg, Rostock, Meppen oder Bonn geben. Nicht jeder erwartet dabei wie Holzdorf bis zu 50 000 Besucher. Um diesen Strom zu regeln, so Standortältester Oberst Mario Herzer, wird der größte Luftwaffenstandort der Bundeswehr für diesen Tag weiträumig abgesperrt. Ab 6.30 Uhr etwa werden die am Fliegerhorst vorbeiführenden Bundesstraßen für den Durchgangsverkehr gesperrt, nur Anlieger dürfen passieren. „Wer zum Fliegerhorst kommen möchte“, so Herzer weiter, „muss sein Auto auf einem der elf ausgewiesenen Parkplätze abstellen.“ Unter anderem befinden sie sich in Borken, Herzberg, Linda, Purzien, Löben, Jessen oder Brandis. In den Spitzenzeiten rechnet die Bundeswehr mit einem Zulauf von bis zu 5 000 Fahrzeugen pro Stunde.

Besucher des Fliegerhorstes kommen auf diesen nur mit einem der bis zu 150 Shuttle-Busse, die während der Veranstaltung regelmäßig zwischen dem Fliegerhorst und den Parkplätzen verkehren. Auf dem Flugplatz erwartet die Gäste dann ein „buntes und abwechslungsreiches Programm“, wie es der Leiter des Organisations-Teams, Major Thomas Korst umschreibt. „Beginnend von einer Vielzahl Ausstellungsstücke, angefangen vom Eurofighter, über den Tornado PA-200, den A400M, die Transall C-160 oder eine Herkules C-130 sowie die Hubschrauber NH90, Tiger, CH-53 GA und das Waffensystem Patriot wird umfangreiches Fluggerät am Boden stehen.

Präsentieren will sich aber auch die US Air Force, etwa mit ihrer F-15, der F-16 und einer Fairchild-Republic A-10 Thunderbolt II. Das deutsche Heer wiederum bietet neben anderem eine Panzerhaubitze 2000, den Leopard II und einen Schützenpanzer Marder auf.

Interessant dürfte auch die sogenannte Blaulichtmeile sein, auf der sich Abordnungen von Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Polizei, Rettungsdiensten und Justizvollzug präsentieren.

Einlass zum Standort ist ab 8.30 Uhr. Die Flugshows sind jeweils um 10.30 und um 14.30 Uhr geplant und dauern jeweils rund 90 Minuten. Darüber hinaus wird gegen 11.30 Uhr der Überflug eines A400M erwartet, der eine Schleife über alle 16 Veranstaltungsorte zieht. Ab 12 Uhr gibt das Stabsmusikkorps der Bundeswehr ein Platzkonzert, 13.30 Uhr wird Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Standort Oldenburg eine Videoansprache halten, die zeitgleich an allen Veranstaltungsorten ausgestrahlt wird. In Holzdorf angekündigt haben sich der Ministerpräsident von Brandenburg, Dietmar Woidke (SPD), der zugleich Schirmherr der Veranstaltung ist, sein Amtskollege aus Magdeburg Reiner Haseloff (CDU) und der neue Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz.

20 Sanitätscontainer sollen ebenso zur Rundumversorgung der Besucher beitragen wie die Stände ausschließlich regionaler Anbieter mit kulinarischen Köstlichkeiten.

Ausdrücklich weist die Bundeswehr auf die gehobenen Sicherheitsstandards für diesen Tag hin. „Daher ist es verboten, auf dem Gelände Hunde mitzuführen oder Drohnen steigen zu lassen. Auch Glasflaschen, Campingstühle oder große Rucksäcke sind nicht erlaubt“, betont Korst. Um das Event abzusichern, stehen in Holzdorf etwa 800 Soldaten und zivile Mitarbeiter bereit. Sie alle hoffen, dass ab 17 Uhr nur zufriedene Besucher den Heimweg von Holzdorf aus antreten.