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| 13:11 Uhr

Abschied
Bürgermeister-Ära Oecknigk ist zu Ende

Mit stehenden Ovationen verabschiedeten die Gäste Michael Oecknigk am Samstagabend nicht nur von der Bühne im Bürgerzentrum sondern auch von der Bühne des Herzberger Rathauses.
Mit stehenden Ovationen verabschiedeten die Gäste Michael Oecknigk am Samstagabend nicht nur von der Bühne im Bürgerzentrum sondern auch von der Bühne des Herzberger Rathauses. FOTO: Rudow / LR
Herzberg. Etwa 150 Gäste verabschiedeten das Stadtoberhaupt am Samstag mit Reden, Geschenken und vielen guten Wünschen. Von Birgit Rudow

24 Jahre war Michael Oecknigk (CDU) Bürgermeister der Stadt Herzberg. Samstagabend ist diese Ära zu Ende gegangen. Oecknigk hatte aus diesem Anlass zu einem Festempfang in das Bürgerzentrum eingeladen. Gekommen waren langjährige Weggefährten, Freunde, Amts- und Parteikollegen. Dazu gehörten unter anderen die Ehrenbürger Paul Sellmann, Jules Schröder und Horst Gutsche, der Bundespostminister a.D. Christian Schwarz-Schilling, Brandenburgs CDU-Chef Ingo Senftleben, die Bürgermeister der Partnerstädte Büdingen und Soest Erich Spamer und Eckhard Ruthemeyer, Amtskollegen aus der Region sowie Vertreter von Stadtverwaltung, Betrieben, Einrichtungen und der Kirche. Michael Oecknigk hat sich das letzte Mal die Bürgermeisterschärpe umgelegt und statt einer tragenden Rede lieber lustige (auch ernste) Episoden aus der Amtszeit zum Besten gegeben, die oft für Erheiterung sorgten. Er werde sich weiter in die Diskussionen in der Stadt einmischen und auch nach dem 7. Januar quicklebendig sein, kündigte er an.

Die Überbringer von Grußworten hatten viele lobenden Worte für den scheidenden Bürgermeister parat. Paul Sellmann erzählte drei Episoden, die ihm in besonderer Erinnerung geblieben waren. Der 84-Jährige mahnte Oecknigk, sich Ruhe zu gönnen. „Bei mir in Höxter hast Du Asyl“, meinte er. Büdingens Bürgermeister, der Oecknigks „Probleme“ mit den neuen Medien kennt, bot ihm ein Coaching im Umgang mit dem Handy an. Spamer meinte dann ernsthaft, dass er sich sicher sei, noch von Michael Oecknigk zu hören. Für den Soester Bürgermeister ist Oecknigk zu einem Freund geworden, wie er sagt. Er riet ihm, durchzuatmen und Abstand zu gewinnen, ehe er zur nächsten „Attacke“ starte. Eine besondere Auszeichnung bekam der scheidende Bürgermeister aus Lauchhammer. Der Vorsitzende des Powerlifting-Vereins Frank Hurraß dankte ihm mit dem Ehrenteller, der höchsten Vereins-Auszeichnung, für die Weltmeisterschaften 2012 und 2016 in Herzberg.

Sehr emotional ging es noch einmal zum Ende des offiziellen Teils der Veranstaltung zu. Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung verabschiedeten sich auf der Bühne mit herzlichen Worten und Geschenken von ihrem Chef. Wer genau hinsah, der konnte ein paar Tränen und auch feuchte Augen bei Michael Oecknigk erkennen. Eigentlich sollte dessen Verabschiedung auch die öffentliche Amtsübergabe an den neuen Bürgermeister Karsten Eule-Prütz sein. Der musste aber leider passen, weil er krank im Bett lag.

Michael Oecknigk bedankte sich bei seiner Frau Sylvia mit Blumen für deren Geduld und Verständnis in seiner langen Amtszeit.
Michael Oecknigk bedankte sich bei seiner Frau Sylvia mit Blumen für deren Geduld und Verständnis in seiner langen Amtszeit. FOTO: Rudow / LR
Gekommen waren auch Amtskollgen wie Herold Quick, Andreas Claus, Thomas Richter und Dieter Herrchen (Foto) oder Michael Stawski und Andreas Polz.
Gekommen waren auch Amtskollgen wie Herold Quick, Andreas Claus, Thomas Richter und Dieter Herrchen (Foto) oder Michael Stawski und Andreas Polz. FOTO: Rudow / LR
Erich Spamer, Bürgermeister der Partnerstadt Büdingen, beschenkte mit einer Spende für die Orgelsanierung ganz Herzberg.
Erich Spamer, Bürgermeister der Partnerstadt Büdingen, beschenkte mit einer Spende für die Orgelsanierung ganz Herzberg. FOTO: Rudow / LR
So lange warst Du unser Chef - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung hatten besondere Geschenke parat.
So lange warst Du unser Chef - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung hatten besondere Geschenke parat. FOTO: Rudow / LR