Von Birgit Rudow

Herzberg ist eine grüne Stadt. Und jetzt im goldenen Herbst zeigt sie sich besonders attraktiv. Der Botanische Garten leuchtet regelrecht in allen kräftigen Herbstfarben.

Geht es nach der Stadtverwaltung, soll Herzberg das ganze Jahr über noch bunter werden. Angefangen im Frühling. Die Stadtverwaltung hat jetzt die Bürger aufgerufen,  beim Stecken im eigenen Garten übrig gebliebene Blumenzwiebeln von Krokussen, Tulpen, Narzissen, Hyazinthen  oder anderen Frühblühern  nicht auf den Kompost zu werfen, sondern bei der Stadt abzugeben.  Auch Stauden oder Gräser, die nach dem Abstechen eventuell keine Verwendung mehr finden, werden gern angenommen. Beim Bauhof im Radelandweg und in der Hofeinfahrt zum Bürgerzentrum in der Uferstraße stehen Behältnisse bereit, in die die gärtnerischen Gaben (möglichst beschriftet) abgelegt werden können.

„Die Aktion ist in den ersten Tagen schon gut angenommen worden. Die Herzberger haben so die Möglichkeit, sich in die gärtnerische Gestaltung der Stadt mit einzubringen und auch die Stadtkasse noch etwas zu entlasten“, sagt Bauhofleiter Michael Schmidt. Gepflanzt und gesteckt wird dann in den kommenden Wochen von den Mitarbeiterinnen des Bauhofes, die Damen vom Fach sind und wissen, wie sie mit dem Pflanzgut umgehen müssen, so Schmidt. Vorgesehen  ist, die Blumenzwiebeln auf den Grünflächen zum Beispiel am Wasserturm, im Bereich Leipziger Straße / Ludwig-Jahn-Straße oder am Westbahnhof zu stecken. Michael Schmidt wünscht sich noch viel mehr Eigeninitiative der Herzbergerinnen und Herzberger, wenn es darum geht, ihre Stadt grün und bunt zu gestalten.

Ein Teil der Pflanzkübel auf dem Markt sind bereits abgebaut und die noch stehenden sollen dort auch noch weg. „Diese Beton-Granit-Kübel sind für diesen Standort nicht sehr attraktiv. Einige wurden bereits an den Neumarkt umgesetzt und dort auch schon bepflanzt. Die anderen sollen aufgearbeitet und im Stadtgebiet aufgeteilt werden. „Es gab schon eine Anfrage von einem Verein, der sich um einen Kübel kümmern würde. Weitere Anregungen und Ideen nehmen wir gern entgegen“, sagt Schmidt.  Auch an den Baumscheiben könnten die Herzberger in Eigeninitiative für mehr „Bunt“ in der Stadt sorgen oder durch bepflanzte Blumenkästen an den Fenstern oder vor den Haustüren. Er könne sich vorstellen, dass viele sich darüber freuen, wenn „ihre“ Pflanzen dort wachsen und gedeihen, so der Bauhof-Chef.

Die Blumenampeln in der Innenstadt will die Verwaltung weiter bepflanzen und sich natürlich  um die Pflege der städtischen Grünflächen kümmern. Das war im Sommer der vergangenen beiden Jahre gar nicht so einfach. Vor allem die Bewässerung von Bäumen und Beeten hat viel  Zeit in Anspruch genommen. „Aber irgendwie mussten wir das schaffen, auch wenn das eine oder andere bei der schmalen Personalsituation liegen bleiben musste“, sagt Michael Schmidt.

In einigen Ortsteilen kümmern sich geringfügig Beschäftigte um die Grünflächen. „Dort gibt es entsprechende Technik und das klappt auch ganz gut“, so Schmidt. In den anderen Ortsteilen hilft der Bauhof aus. In Osteroda hat er gerade den Sportplatz gemäht. Beschwerden gebe es zwar immer wieder mal, aber insgesamt gebe es eine gute Kommunikation zwischen Bauhof und den Ortsvorstehern, schätzt Michael Schmidt ein. Auch bei der Flächenpflege vor den Dorffesten könne der Bauhof auf die Unterstützung aus den Ortsteilen zählen.