Studierende der BTU Cottbus-Senftenberg wollen von Menschen aus Elbe-Elster wissen, wie gut aus ihrer Sicht die gemeinsame gesellschaftliche Gestaltung des Strukturwandels funktioniert – und bitten dazu zu Mithilfe, indem Elbe-Elsteraner sich an einer Umfrage, die Teil des Studienprojekts ist, beteiligen. Denn um die Frage „Wie können smarte Beteiligungsformen im Landkreis Elbe-Elster eine Stütze für den Strukturwandel und für die regionale Identifikation sein?“ zu beantworten, sei wichtig, möglichst viele „persönliche Ansichten und Empfindungen der Bürgerinnen und Bürger“ einzusammeln und auszuwerten, sagt Christian Lang, einer der Studierenden der Lausitzer Universität, die das Projekt verfolgen.
In einem Online-Fragebogen fragen die Studierenden Menschen aus Elbe-Elster nach ihrer Einschätzung der Rolle der Kohle-Industrie für die Wirtschaft im Kreis, der Perspektive für junge Menschen in der Region angesichts langjähriger Abwanderungs-Tendenzen und der Beteiligung an der Gestaltung des Strukturwandels. Aber auch, was Elbe-Elster für die Menschen, die hier leben, ausmacht, worin die Identität der Region besteht und wie wohl sie sich mit ihrem Leben in Elbe-Elster fühlen, ist Teil der Studie. Außerdem sind Ideen dazu gefragt, wie mehr und produktiverer gesellschaftlicher Austausch über zukunftsträchtige Ansätze zur Gestaltung der Region zustande kommen können.

Resonanz auf Austausch-Plattform war bisher enttäuschend

Ein Versuch, solche „smarte Beteiligungsformen“ in Elbe-Elster an den Start zu bringen, hatte zuletzt gemischte Ergebnisse: Die Lokale Aktionsgruppe Elbe-Elster (LAG) hatte Bürger aufgerufen, sich auf einer Austausch-Plattform im Internet an der Gestaltung einer neuen regionalen Entwicklungsstrategie zu beteiligen. Von der Resonanz davon zeigte sich die LAG jedoch eher enttäuscht. Das Forum ist noch für etwas mehr als zwei Wochen zum Austausch unter den Überschriften „Regionale Wertschöpfung“, „Daseinsvorsorge in einer familienfreundlichen Region“ und „Ressourcenmanagement und Umweltschutz“ offen.