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Bronzezeitdorf bekommt neuen Glanz

Das Erlebnis Bronzezeitdorf Uebigau gibt es seit dem Vorjahr nur mit Einschränkungen, weil an den Holzbauten der Zahn der Zeit nagt.
Das Erlebnis Bronzezeitdorf Uebigau gibt es seit dem Vorjahr nur mit Einschränkungen, weil an den Holzbauten der Zahn der Zeit nagt. FOTO: dmu1
Uebigau. Die Mitglieder des Uebigauer Heimatvereins haben begonnen, das in die Jahre gekommene Bronzezeitdorf hinterm Heimatmuseum auszubessern. Für den 22. April hat sich die erste Besuchergruppe angemeldet. Bis dahin sollen die Arbeit geschafft und das teilweise gesperrte Erlebnisdorf wieder voll zugänglich sein. Sylvia Kunze

Im Sommer vergangenen Jahres hatte es lange Gesichter gegeben: Nach einer Sicherheitsinspektion mussten einige Bauwerke mit Flatterband abgesperrt werden und waren danach nicht mehr zugänglich. Die Anfang der 1990er-Jahre erbaute Siedlung ist in die Jahre gekommen. Die Mängelliste ist lang - und soll nun nach und nach abgearbeitet werden.

Seit Anfang März gibt es regelmäßige Arbeitseinsätze. Immer mittwochs ab 17 Uhr. Aber da steht die Vereinsvorsitzende Carmen Lademann vor dem nächsten Problem: "Unsere Mitglieder sind alle nicht mehr die Jüngsten. Solche Instandsetzungsarbeiten schaffen sie nicht mehr." Einmal mehr macht sie deutlich, dass der Verein deshalb auf Hilfe aus der Stadt hofft. Bei vorangegangenen Aktionen, zum Beispiel beim Anbringen einer neuen Decke in der Kulturscheune, hat das schon prima geklappt. Doch damals ging es vordergründig um Spenden zur Finanzierung der Bretter, weniger um tatkräftigen Einsatz, der aber jetzt gefordert ist.

Die Stadt hat Holz für die anstehenden Arbeiten bereitgestellt. Robinienstämme warten auf ihre Verarbeitung. "Vieles haben wir damals mit Kiefernholz gebaut. Das hält leider nicht lange. Mit Robinie sind wir da für die Zukunft besser dran", freut sich die Chefin vom Uebigauer Heimatverein.

Die Stämme müssen zuerst von der Rinde befreit und anschließend geteert werden. Erst danach sind sie weiter zu verwenden. Zum Beispiel für den Weg zum Grubenhaus, dessen Zugang aktuell versperrt ist. Oder für die Reparatur der Wehrgangbefestigung. Oder für die Erneuerung der Leiter, die auf den Wehrturm führt, wenn sie dann wieder vollständig intakt ist. Das sind die vordringlichsten Arbeiten, die es jetzt erst einmal zu erledigen gilt, "damit wir dann wieder die Führungen und Besuche im Bronzezeitdorf ohne jegliche Einschränkungen durchführen können", sagt Carmen Lademann.

Für den 22. April hat sich die erste Besuchergruppe in diesem Jahr angemeldet. Die verbleibende Zeit ist damit klar definiert.

Aber auch darüber hinaus ist noch einiges zu tun. "Wir müssen nach und nach überall Hand anlegen, denn Wind und Wetter setzen den Holzkonstruktionen zu. Nach den vielen Jahren, die sie nun schon stehen, ist eigentlich fast überall etwas zu tun", weiß die Uebigauerin. Sie hofft, dass sich zu den nächsten Arbeitseinsätzen weitere Helfer einfinden, die mit zufassen, und die anstehenden Aufgaben sich auf ein paar mehr Schultern verteilen lassen. Dann steht auch weiteren geselligen Stunden im urigen Bronzezeitdorf nichts mehr entgegen.