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Brimborium weg für mehr unterhaltsames Programm

Eine Männerballett-Szene der Vorjahre. Dieser Programmpunkt gehört seit langer Zeit zum Falkenberger Karneval und soll auch künftig für ausreichend Spaß sorgen.
Eine Männerballett-Szene der Vorjahre. Dieser Programmpunkt gehört seit langer Zeit zum Falkenberger Karneval und soll auch künftig für ausreichend Spaß sorgen. FOTO: sk
Falkenberg. Während in Kolochau der Faschingsverein schon voll "im Stoff" steht und seit vergangenem Wochenende zu seinen Büttenabenden einlädt, stecken die Freunde der närrischen Zunft in Falkenberg noch voll in den Vorbereitungen ihres großen Abends. Zu dieser "Prunksitzung", wie die Gastgeber ihn selbst betiteln, wird am 25. Februar eingeladen. Sylvia Kunze /

Und dafür heißt es die Werbetrommel rühren, denn die Mitglieder des Falkenberger Carneval Clubs (FCC) haben erkannt, dass der Abend nicht dem Selbstlauf überlassen werden darf. Rückläufige Besucherzahlen in den vergangenen Jahren kratzen am Ego und sind Gift für die Motivation. "Wir haben uns viele Gedanken gemacht, denn mit leeren Stühlen zur Veranstaltung und weniger werdendem Interesse können wir uns nicht zufriedengeben", sagt Vereinspräsident Mario Sandmann. Man habe das Ohr deshalb an der Masse und freue sich über jeden Hinweis und jede Anregung. Gern persönlich, aber auch im Besucherbuch der Vereinsseite im Internet - die demnächst wieder aktualisiert werden soll.

Doch im Vordergrund steht erst einmal die Auffrischung des Programms als eine Aktion, wieder mehr Besucher zu locken. Sandmann spricht von einem kurzweiligeren Angebot. "Wir zeigen Mut zur Lücke und schmeißen einige Programmpunkte, die uns wichtig erscheinen, aber das Publikum vermutlich eher langweilen, raus", kündigt er an und meint damit zum Beispiel die bisher üblichen Ehrungen für Jubilare des Vereins, die künftig intern eine gebührende Rolle spielen sollen, und so manche Aktion mit "viel Brimborium", das es künftig so nicht mehr geben soll. "Denn wir wollen schneller ins eigentliche Programm einsteigen und bei diesem für das Publikum die eine oder andere Tanzrunde einbauen, damit die Gäste nicht so lange rumsitzen müssen", berichtet Sandmann von geplanten Veränderungen.

Interpretationsspielraum

Motto der aktuellen 38. Session ist "Das hält ja hier kein Deibel aus - wir reis(s)en in das Traumland aus". "Das lässt viel Raum für Interpretationen", versprechen die Falkenberger Karnevalisten und arbeiten emsig am Programm. Die Tänzer trainieren. Bühnenbild und Requisiten entstehen. "Die Stimmung befindet sich auf einer ansteigenden Kurve", schätzt der Vereinschef ein.

Das hat mehrere Gründe und ist nicht nur dem Fortschreiten der Zeit und damit dem Näherrücken des großen Abends zuzuschreiben. Für alle gemeinsam habe der gelungene Auftakt am 11.11. des Vorjahres für einen gehörigen Motivationsschub gesorgt. Dass man wetterunabhängig agieren könne und so eine tolle Unterstützung von der Stadt erhalte, trage wesentlich zum Erfolg bei. Die Veranstaltung werde immer besser angenommen. Man feiere inzwischen über mehrere Stunden in immer größer werdender Runde.

Außerdem festige man auch wieder die Kontakte zu befreundeten Vereinen. Und man knüpfe neue Verbindungen. Von einem Auftritt beim zurückliegenden Oktoberfest in München an der Elster verspricht sich der Verein aus der Nachbarstadt nicht wenig. "Vor Ort haben wir super Resonanz erfahren. Wollen wir hoffen, dass die Begeisterung nicht verpufft ist und so mancher der dortigen Gäste nun auch den Weg zu uns findet", sagt Mario Sandmann.

Der Vorverkauf für die Veranstaltung am 25. Februar im Falkenberger Haus des Gastes hat bereits begonnen. Wer sich einen Platz sichern möchte, wendet sich bitte an Heike Donath (Tel. 035365 2555) oder Konny Sandmann (Tel. 035365 35414).