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Brand in der Fasanerie in Malitschkendorf

Am Freitagvormittag untersuchte die Kriminaltechnik die Brandstelle. Eine Auskunft zur Brandursache konnten sie noch nicht geben.
Am Freitagvormittag untersuchte die Kriminaltechnik die Brandstelle. Eine Auskunft zur Brandursache konnten sie noch nicht geben. FOTO: ru
Malitschkendorf. Bei einem Feuer ist am Donnerstagabend der Zuchtstall der Fasanerie in Malitschkendorf völlig zerstört worden. In dem Stall befanden sich 500 Wachteln zur Aufzucht und zahlreiche Gerätschaften. Alles ist verbrannt. Birgit Rudow

Gegen 17.30 Uhr ging am frühen Donnerstagabend der Notruf bei der Schliebener Feuerwehr ein - Brand in der Fasanerie in Malitschkendorf. Die Wehren aus Malitschkendorf, Schlieben, Kolochau und Lebusa rückten mit insgesamt 30 Kameraden aus. Auch die Feuerwehr Herzberg machte sich mit fünf Einsatzfahrzeugen, inklusive Hubretter, und 16 Kameraden zur Unterstützung der Schliebener auf den Weg nach Malitschkendorf. "Als wir an der Brandstelle ankamen, stand das Dach des Stalls schon im Vollbrand", sagt der Schliebener Amtsbrandmeister und Einsatzleiter Guido Schmidt. Die Feuerwehr holte das Löschwasser erst aus dem Mühlgraben und dann aus einem etwa 500 Meter vom Brandort entfernten Flachspiegelbrunnen. "Kurzzeitig hatten wir Probleme mit der Wasserversorgung, konnten die aber schnell beheben", so Guido Schmidt. Das Gebäude ist bis auf die Grundmauern komplett runtergebrannt. Erst gegen 21.30 Uhr konnten die Feuerwehren wieder abrücken. Die Brandwache hat der Eigentümer selbst übernommen, informiert der Einsatzleiter.

Der Eigentümer ist Manfred Renger aus Herzberg. Seit mehr als 20 Jahren züchtet er hier Wachteln, Fasane und Rebhühner. Es ist sein Lebensunterhalt. Das abgebrannte Gebäude, das acht Zuchtställe beherbergt hat, war am Donnerstag "nur" mit 500 Wachteln für die Zucht belegt. Sie sind verbrannt. "Jetzt gibt es keine Wachteln und auch keine Wachteleier mehr", so Manfred Renger. Wie es jetzt weiter geht, weiß er noch nicht genau. Das hängt auch von der Versicherung ab, meint er.

Am Freitagvormittag waren die Kriminaltechniker vor Ort, konnten aber zur Brandursache noch nichts sagen. Ein technischer Defekt (in dem Gebäude gab es eine Elektroleitung für die Wärmelampen) ist ebenso wenig auszuschließen wie Brandstiftung, so die Polizei. Sie gibt den Sachschaden mit etwa 50 000 Euro an. "Das Wichtigste aber ist, dass bei dem Brand keine Menschen zu Schaden gekommen sind", so Amtsbrandmeister Guido Schmidt.