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| 01:04 Uhr

Bildungsausschuss hat Position erarbeitet

Herzberg.. Der Ausschuss für Bildung, Kultur, Sport und Soziales der Herzberger Stadtverordnetenversammlung hat sich auf seiner Sitzung in der vergangenen Woche mit den kreislichen Variantenuntersuchungen zur künftigen Oberschule in der Kreisstadt befasst und sich eine Position dazu erarbeitet. Diese entspricht nicht in allen Punkten den Vorstellungen der Kreisverwaltung. Von Birgit Rudow

Voraussichtlich ab dem kommenden Schuljahr soll es in Herzberg nur noch eine Oberschule geben. Steht die Frage, ob am Standort der Clajus-Oberschule in der Lugstraße oder in der Oberschule im Kaxdorfer Weg. Darüber hat der Kreistag zu entscheiden. Die Kreisverwaltung hat dem Bildungsausschuss des Kreistages vier Varianten vorgelegt, die sowohl den derzeitigen Bauzustand, notwendige Investitionen und finanzielle Auswirkungen berücksichtigen (die RUNDSCHAU berichtete). Die Verwaltung favorisiert den Standort Kaxdorfer Weg als preiswerteste Variante und möchte möglichst die Grundschule, die derzeit zur Oberschule I als integrierte Gesamtschule gehört, ausgliedern und in die Trägerschaft der Stadt Herzberg übertragen. Argument der Kreisverwaltung: Mit der Grundschule und einer möglichen Übernahme von Schülern aus Schlieben (diese Schule hat eine Ausnahmegenehmigung) müssten vier bis sechs Unterrichtsr& auml;ume am Kaxdorfer Weg angebaut werden. Kostenpunkt: Rund 600 000 Euro. Die möchte der Kreis aber gern sparen, wenn die Grundschule ausgegliedert wird.
So hat man sich das in Herzberg aber nicht vorgestellt. Im Ergebnis der Aussprache im städtischen Bildungsausschuss wurde von den Mitgliedern vorgeschlagen, ein gemeinsames Votum als Stellungnahme für die nächste Stadtverordnetenversammlung zu erarbeiten und in den Fraktionen zu diskutieren. Diese Willensbekundung spricht sich eindeutig gegen die von der Kreisverwaltung ins Spiel gebrachte Trennung von Grundschule und Sekundarstufe I aus. Sie fordert den Erhalt des Konzeptes der Oberschule mit einer integrativen Beschulung, die Aufrechterhaltung des Ganztagskonzeptes der Gesamtschule sowie des Projektes „Produktives Lernen“ . Darüber sind sich auch die beiden Schulen einig geworden, egal, in welchem Gebäude die Oberschule künftig untergebracht ist.
Die Mitglieder betonten, dass es bei der Lösungsfindung vor allem um die betroffenen Kinder gehen müsse. Bei der derzeitigen Beschlusslage gibt der Herzberger Bildungsausschuss zu bedenken, dass Kinder mit Behinderungen dann im kommenden Jahr nicht mehr in Herzberg beschult werden können und weite Wege eventuell bis nach Cottbus oder Hoyerswerda in Kauf nehmen müssten, weil die notwendigen baulichen Veränderungen noch nicht ausgeführt sind.