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Lobende Worte aus der Politik
Bildung in Elbe-Elster auf einem guten Weg

Unter der Moderation von Ralf Jußen (2.v.l.) zogen Regina Büttner, Christian Heinrich-Jaschinski und Christian Schewe (v.l.) Bilanz des bisher Erreichten und sparten nicht mit Lob für den Landkreis.
Unter der Moderation von Ralf Jußen (2.v.l.) zogen Regina Büttner, Christian Heinrich-Jaschinski und Christian Schewe (v.l.) Bilanz des bisher Erreichten und sparten nicht mit Lob für den Landkreis. FOTO: Rico Meißner
Herzberg. Unter dem Motto „Bildung in Elbe Elster – Anspruch und Wirklichkeit“ feierte die Bildungskonferenz am Donnerstag in der Clajus-Schule in Herzberg ihre „Jugendweihe“. Es war die 14. Veranstaltung dieser Art. Von Rico Meißner

Seitens des Landes und des Bundes gab es in der Kreisstadt ausgesprochen lobende Worte für das bisher Erreichte. Moderiert wurde die Veranstaltung von Ralf Jußen vom Rundfunk Berlin- Brandenburg. „Lebenslanges Lernen“ - das ist der Grundtenor den sich Elbe -Elster auf die Fahne geschrieben hat. Bildungsmöglichkeiten sollen vom Kita- bis zum Seniorenalter allen Bürgern in guter Qualität zur Verfügung stehen. Hierbei versteht sich das Bildungsmanagement als Koordinator, Netzwerker, Dienstleister und Ideengeber, um enge Kooperationen zwischen Bildungseinrichtungen, kommunalen Verwaltungen und der Wirtschaft zu ermöglichen.

„Ich bin beeindruckt von dem, was in den Regionen Elbe-Elster und Barnim bereits geleistet wurde. Da ist  beispielhaft viel geschehen“, lobte Regina Büttner vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg. „Gute Kooperation und Vernetzung ist nicht selbstverständlich.“  Im Hinblick auf die Förderung machte Christian Schewe vom Bundesministerium für Bildung und Forschung die Herangehensweise deutlich: „Wir sehen uns neben der Kooperation aller Akteure auch an, wer beispielsweise nicht kommunaler Akteur ist, etwa Vereine. Dann stellt sich die Frage, wie bringe ich diese zusammen und wie kann durch Bildungsmonitoring ein datenbasiertes Bildungsmanagement aufgebaut werden.“ Allerdings seien solche Förderprogramme immer nur „Anschubfinanzierung“.

Bereits vor der Konferenz war der Lenkungsausschuss des Kreises zusammengetreten. Roland Neumann, Beigeordneter und Bildungsdezernent, gab einen kurzen Überblick. „Bilanzierend kann man sagen, dass die Verfahrenswege an Kitas und Schulen besser als noch vor zwei Jahren funktionieren.“ Auch hinsichtlich der Migrationsarbeit gebe es Fortschritte, allerdings auch noch Optimierungspotenzial. Der Blick bleibe  nach wie vor auf integrationsfördernden Bedingungen. Auch  die Gruppe der bereits von der Berufsschulpflicht entbundenen jungen Erwachsenen soll stärker in den Fokus rücken.

Da Bildung nicht nur für die Schule gelte, soll, so die Lenkungsgruppe, auch im Kitabereich noch stärkerer Wert darauf gelegt werden „Der Landkreis spricht sich dafür aus, dass in allen Kitas die Qualitätsstandards verbindlich umgesetzt werden sollen“, so Neumann. Auch berufsorientierende Veranstaltungen sollen als Regelangebot ausgebaut werden, so dass man sich nicht „von Jahr zu Jahr hangeln müsse“, so der Dezernent.

„Das Bildungsmanagement war der richtige Weg“, zeigte sich Landrat Christian Heinrich-Jaschinski überzeugt. „Erfolge und Ergebnisse müssen schnell ausgewertet  und die Schlussfolgerungen in der Praxis umgesetzt werden.“  Natürlich gäbe es bei einem flächenmäßig so großen Landkreis mit unterschiedlichen Verantwortlichkeiten auch Abstimmungsbedarf. Als Beispiel sei der Wettbewerb um Standorte zu nennen, Stichwort Schülerzahlen.

Das viele Lob, das verteilt wurde, gab der Landrat abschließend an die Anwesenden von Kitas, Schulen, Verwaltung, Kommunen und Wirtschaft weiter.  „Diese Komplimente für geleistete Arbeit tut den Akteuren gut und ist auch angemessen.“

Diese fanden sich im Anschluss zu praktischen Diskussionen und zum Erfahrungsaustausch in Workshops zu den Themen Kita, Schule, Bildungsmanagement und Migranten zusammen.