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Bilanz eines Vierteljahrhunderts Stadtsanierung

Lutz Hafner (2.v.l.) vom Sanierungsträger "ews" erläuterte, hier vor dem Hort der Grundschule, noch einmal einzelne Phasen der Sanierungen.
Lutz Hafner (2.v.l.) vom Sanierungsträger "ews" erläuterte, hier vor dem Hort der Grundschule, noch einmal einzelne Phasen der Sanierungen. FOTO: rmr1
Falkenberg. Anlässlich des "Tags der Städtebauförderung" wurde am Samstag in Falkenberg als "Abschluss der Sanierungsmaßnahme Innenstadt" Bilanz gezogen. "Ich glaube, wir haben ein solides Fundament für nachfolgende Generationen geschaffen", sagte Bürgermeister Herold Quick in einer kurzen Ansprache vor Gästen vor dem "Haus des Gastes". Rico Meißner / rmr1

Anlässlich des "Tags der Städtebauförderung" wurde am Samstag in Falkenberg als "Abschluss der Sanierungsmaßnahme Innenstadt" Bilanz gezogen. "Ich glaube, wir haben ein solides Fundament für nachfolgende Generationen geschaffen", sagte Bürgermeister Herold Quick in einer kurzen Ansprache vor Gästen vor dem "Haus des Gastes". Auch dessen Errichtung war Bestandteil der Maßnahmen gewesen. Insgesamt sind circa 60 Millionen Euro investiert worden. "Wir haben einen wichtigen und beispiellosen Abschnitt in der Geschichte der Stadt abgeschlossen", so der Bürgermeister, der von einer "grundhaften Erneuerung der Innenstadt" sprach.

Sein Dank gehe an alle Mitwirkenden, auch für die teilweise notwendige Kompromissbereitschaft. Ausdrücklich wurden auch die vielen privaten Investitionen hervorgehoben, die die kommunalen Sanierungen und Rückbauten bei der Neugestaltung des Innenstadtbereiches begleiteten. Neben architektonischen Veränderungen ist auch die Erneuerung der Netze und der technischen Infrastruktur ein Ergebnis der Maßnahmen.

Was folgte, war ein kurzer Stadtrundgang, um einige der Resultate zu besichtigen. Beginnend in der im Vorjahr eingeweihten Von-Schönberg-Gasse, die Stadtchronist Klaus Wackernagel gleich als Standort zur Wissensvermittlung rund um das ehemalige Rittergut nutzte, ging es durch den Stadtpark in den Stadtkernbereich.

Vor dem ehemaligen Schulgebäude der Realschule, das jetzt als Verwaltungsstandort Dienst tut, kam Quick gleich auf weitere Planungen zurück. Für die kommenden Jahre wird ein Teil des Gebäudes das Ausweichquartier derjenigen Kitas bilden, die jetzt saniert werden sollen. Danach könne man es "in der Summe als Verwaltungsstandort für die Kurstadtregion anbieten", scherzte er mit seinen Amtskollegen Thomas Richter (Bad Liebenwerda) und Andreas Claus (Uebigau-Wahrenbrück). Auch die Außenanlagen des Jahn-Stadions und des dortigen Spielplatzes stehen auf dem Programm. Man wolle sich auch intensiv um Förderprogramme für kleine und mittlere Städte bewerben. Ein integriertes Stadtentwicklungskonzept sei beschlossen und werde aktuell erarbeitet.

Trotz aller positiven Entwicklungen ist aber auch eine betrübliche offensichtlich: der Leerstand der Geschäfte in der Innenstadt. Man habe sich immer wieder Konzepte für die Innenstadtnutzung überlegt, meinte Quick, aber so richtig habe nichts gezogen. Onlinehandel und Großmärkte als Konkurrenz sind mächtig geworden. "Eins ist sicher. Die Geschäfte haben nicht aus Reichtum zugemacht", sagt der Bürgermeister.

Damit bleibt vielleicht auch das ein Teilaspekt von dem, was er bereits in seiner Begrüßungsrede ansprach: "Trotz aller erreichten Erfolge bleibt noch viel zu tun. Wir wollen mit dem Team voller Optimismus weitermachen."