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| 01:02 Uhr

Biber mitten im Stadtgebiet nicht erwünscht

Herzberg.. Mit dem Biber hat insbesondere der Herzberger Ordnungsamtsleiter Volker Enigk so seine Probleme. Zwei Baue dieser Tiere mitten im Stadtgebiet lassen ihn an der Sichtweise mancher Mitarbeiter in Amtsstuben zweifeln. Foto: Sven Gückel

„Der Biber steht im Schutzstatus höher als der Mensch“ , kommt Volker Enigk nicht umhin festzustellen und belegt es mit seinem eigenen Erleben.
Die beiden Biberbauwerke würden regelmäßig dafür sorgen, dass sich das Wasser der Schwarzen Elster weitaus höher staut, als für die Anwohner angenehm. „Schon einige Male war das Stadtgebiet in den angrenzenden Arealen überschwemmt“ , weiß der Chef des städtischen Ordnungsamtes. „Es geht nicht darum, den Biber komplett zu vertreiben, sondern darum, die Überschwemmungsgefahr zu bannen. Das schaffen wir nur, wenn die Tiere eine neue Heimat finden - abgelegen vom Stadtgebiet und nicht mitten drin.“ Aber bisher blieb diese Forderung von ihm ohne Ergebnis. Was Enigk an der Sache ärgert, ist, dass seine Bemühungen angeblich dem Naturschutz entgegenstehen: „Aber mit unseren Bemühungen, bei Arnsnesta ein Poldergebiet entstehen zu lassen, sind wir noch keinen Schritt weiter. Dort gab es vor Jahren seltene Orchideen und Sumpfschildkröten. Darum kümmert sich heute scheinbar keiner mehr.“ Zwar würden sich Christian Harig vom Landesumweltamt und Mitarbeiter des Landkreises für sein Anliegen einsetzen, aber zufrieden mit dem, was bisher passiert sei, könne er nicht sein. (sk)