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Bewegung fördert die Mobilität

Falkenberg. Der ASB-Regionalverband Elbe-Elster startet in den nächsten Tagen ebenso wie die Medis Lebensfreude gGmbH in Bad Liebenwerda und die Diakonie in Doberlug-Kirchhain eine Fortbildungsreihe für Ehrenamtler und andere Partner mit dem großen Thema "Lange mobil und sicher zu Hause". An vier Schulungstagen dreht sich alles um Bewegungsförderung und Sturzprävention. Sylvia Kunze

Den Abschluss findet diese Weiterbildung mit einer Veranstaltung am 9. Oktober im Refektorium in Doberlug-Kirchhain. Dort sollen die drei neuen Partner des Netzwerkes unter Federführung der Akademie 2. Lebenshälfte und der AOK-Gesundheitskasse begrüßt und deren erste Aktivitäten vorgestellt werden. Aufmerksam auf das Projekt "Lange mobil und sicher zu Hause" ist Manuela Zscherneck von der vom ASB-Regionalverband getragenen und im Falkenberger Servicepunkt "Berliner Eck" angesiedelten Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit Demenz und deren Angehörige im Rahmen einer Fachkräfteweiterbildung. "Wir waren sofort sehr interessiert und sind inzwischen Netzwerkpartner", berichtet sie und meint mit "wir" neben dem ASB-Regionalverband Elbe-Elster auch die Medis Lebensfreude gGmbH in Bad Liebenwerda und die Diakoniestation in Doberlug-Kirchhain.

Jeder der drei Träger bereitet vier Schulungstage mit jeweils sechs Unterrichtseinheiten vor. Schwerpunkte sind neben der Vorstellung des Projekts und der Beschreibung der Situation Hochaltriger die gezielte Bewegungsförderung durch Übungen, die Sturzprävention u.a. durch Übungen zur Balance und zur Kräftigung, das Herstellen des Zusammenhangs von Bewegung und kognitiven Fähigkeiten sowie medizinische Grundlagen und die Möglichkeiten und Wirkungen von Tanz, Musik und Bewegungsspielen. "Bei uns sind 15 Teilnehmer vorgemerkt. Neben unseren Ehrenamtlern haben wir auch Vertreter aus dem städtischen Seniorenbeirat mit angesprochen und zum Mitmachen animiert", ist von der ASB-Projektinitiatorin zu erfahren. Sie hat das Ziel deutlich vor Augen: "Es geht darum, von den älteren Menschen vernachlässigte Mobilität wieder ins Leben zu rufen und Spaß an Bewegung zu wecken.

Wir wollen unseren ehrenamtlichen Helfern vor Augen führen, welche Bedeutung Bewegung hat und ihnen gezielte Übungsbeispiele an die Hand geben." "Wir freuen uns, dass die drei Partner in Elbe-Elster in das Projekt einsteigen", sagt Dr. Ingrid Witzsche von der Akademie 2. Lebenshälfte. Bislang laufe das vom Brandenburger Sozialministerium unterstützte Projekt in den Landkreisen Havelland, Uckermark und Dahme-Spreewald. "Ziel ist es, ein Netzwerk interessierter Partner und Akteure in Brandenburg aufzubauen, die durch ehrenamtliche Begleiter/innen mehr Bewegung, Sturzprävention und Lebensqualität in das Leben alter und hochaltriger Menschen in die Häuslichkeit bringen", beschreibt Ingrid Witzsche. Die Frau von der Akademie 2. Lebenshälfte im Land Brandenburg findet es toll, dass in Elbe-Elster von Anfang an mehrere Träger auf dem Gebiet so eng zusammenarbeiten und die Fortbildung gemeinsam bestreiten wollen.

Eine gemeinsame Abschlussveranstaltung ist für den 9. Oktober, 10.30 bis 13 Uhr, im Refektorium in Doberlug-Kirchhain geplant. "Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung der Fortbildung möchten wir allen Interessierten das Konzept vorstellen und so unseren Ansatz weiter verbreiten", lädt Dr. Ingrid Witzsche ein. Sie denkt dabei zum Beispiel an weitere Träger vor Ort, an Partner in den Kommunen oder an Sportvereine.

Zum Thema:
beim ASB-Service-Punkt "Berliner Eck" in Falkenberg (Tel. 035365 440514), bei der Medis Lebensfreude gGmbH in Bad Liebenwerda (Tel. 035341 474640) oder bei der Diakoniestation in Doberlug-Kirchhain (Tel. 035322 59324).