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| 02:40 Uhr

Besucher fliegen auf Hubschrauber

Der Transporthubschrauber der Bundeswehr war der Publikumsliebling beim Flugplatzfest. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, auch mal ins Innere der Maschine zu schauen.
Der Transporthubschrauber der Bundeswehr war der Publikumsliebling beim Flugplatzfest. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, auch mal ins Innere der Maschine zu schauen. FOTO: Rico Meißner/rmr1
Lönnewitz. 1800 Liter Kerosin in zwei Stunden. 14,5 Tonnen schwer und bis zu 300 km/h schnell. Der Transporthubschrauber CH 53 GA (German Airforce) war mit Sicherheit einer der Publikumslieblinge beim 15. Flugplatzfest in Lönnewitz. Und nicht nur deswegen, weil er gleich am Eingang stand. Schließlich kann man nicht jeden Tag ein solches Armeegerät so hautnah erleben. rmr1

Die Veranstalter selbst verstehen ihre Fest eher als einen Tag der offenen Tür. Am Wochenende konnten sie reichlich Gäste begrüßen. Familien mit Kindern, ältere Leute, reine Luftfahrtfans bevölkerten das Areal des Falkenberger Fliegerclubs "Die Falken" in Lönnewitz. Auch wenn sich das Fest in den zurückliegenden Jahren gewandelt hat, ist die Anziehungskraft, sich über die Schwerkraft zu erheben, ungebrochen.

Die erste offizielle, nichtmilitärische Fluggenehmigung wurde am 5. April 1999 erteilt. Heute haben "Die Falken" 20 aktive und 23 Ehrenmitglieder. Zum Flugpark des Vereins zählen Ultraleichtflugzeuge, Cessnas, Trikes und etliches mehr.

Eine Ausstellung im Vereinsheim zeigte die Entwicklung des Flugplatzes. Unter anderem waren dort die Wrackteile historischer Maschinen ausgestellt, etwa das Propellerblatt einer G 51 Mustang. Abgestürzt ist das Flugzeug in der Nähe von Wildgrube. Das war am 7. März 1945.

Am Himmel über Lönnewitz drehte unterdessen Kunstflieger Andreas Hoffmann seine Runden. Seine "Abstürze" wirkten beängstigend echt. Auch anderweitig wurde für Unterhaltung gesorgt. Auf dem bunten Programm standen eine Motorrad-Stuntshow, die Zerlegung eines Autos durch die Feuerwehr und vieles mehr.

Stichwort Feuerwehr: Zum ersten Mal gab es auch ein Zeltlager auf dem Gelände - besucht von den Jugendfeuerwehren Falkenberg, Torgau, Mühlberg und Mühlberg (Thüringen).

Daneben waren auch andere Gäste vertreten wie zum Beispiel die Flugschule "August der Starke" aus Dresden. Überhaupt waren Rundflüge bei den Festbesuchern in Lönnewitz wieder sehr gefragt, um ihre Heimat einmal aus der Vogelperspektive zu betrachten. "Bei gutem Wetter sind es im Durchschnitt fünfzig Flüge", schätzte "Falken"-Mitglied Detlef Paul.

Ebenfalls Falkenbergs Bürgermeister Herold Quick (parteilos) zeigte sich mit der Entwicklung des Flugplatzgeländes zufrieden. Es gäbe nur noch wenig Flächen, die einer neuen Nutzung bedürften. Dazu gehören die alte Werft und auch noch einige der verfallenen Wohnkomplexe. "Unser Ziel ist es, sie komplett abzureißen, aber das wird wohl vermutlich noch eine Weile dauern", so Quick

Am Eingang war der CH 53 GA bis zum Schluss Anlaufziel der Besucher. Im vergangenen Jahr waren Maschinen dieses Typs, die bis zu sechs Tonnen zuladen können, übrigens auch im Kampf gegen das Hochwasser beteiligt.