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Berufsagentur für arbeitslose junge Leute hat es schwer

Herzberg. Die Arbeit mit jungen Menschen unter 27 Jahren, die ihren Weg im Leben noch nicht gefunden haben, gestaltet sich als schwierig. So schätzte es Eike Belle, Geschäftsführerin des Jobcenters Elbe-Elster, Donnerstag im Ausschuss für Familie, Soziales und Gesundheit des Kreistages ein. Birgit Rudow

Vor eineinhalb Jahren haben Arbeitsagentur, Jobcenter und Landkreis mit Unterstützung des staatlichen Schulamtes die Jugendberufsagentur im Landkreis mit drei Standorten in den Altkreisen gebildet. Mittlerweile gibt es nur noch das Jugendzentrum White House in Finsterwalde als Anlaufstelle.

172 Jugendliche von 15 bis 24 Jahren sind beim Jobcenter arbeitslos gemeldet - 104 aus dem Bereich Finsterwalde, 43 aus Bad Liebenwerda und 24 aus Herzberg. Hinzu kämen die jungen Leute, die keine Leistungen beziehen. Sie seien das Hauptproblem. An sie käme man kaum ran. Das Jobcenter arbeite mit Streetworkern zusammen. Das trage Früchte, so Eike Belle, aber mehr als zwei oder drei Jugendliche im Monat seien es nicht, die so den Weg in die Jugendberufsagentur finden, sagt sie. Dennoch wolle das Netzwerk gemeinsam mit den Jugendkoordinatoren und den Schulsozialarbeitern weiter arbeiten, um den jungen Leuten eine Chance zu geben.

Auch im Bildungsausschuss wurde in dieser Woche über das Problem gesprochen. Hier wurde auf eine fehlende Motivation und den Drogenmissbrauch vieler Jugendlicher hingewiesen.