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| 12:42 Uhr

Natur und Umwelt
Bei der Winterfütterung in diesem Jahr 13 Vogelarten gezählt

Streit am Futterspeicher: ein Kernbeißer, eine Kohlmeise und ein anfliegender Stieglitz.
Streit am Futterspeicher: ein Kernbeißer, eine Kohlmeise und ein anfliegender Stieglitz. FOTO: Dieter Lehmann
Von Dieter Lehmann. Ein Falkenberger Naturschützer berichtet von seinen Beobachtungen.

Der diesjährige Winter war sehr wechselhaft. Im Januar viel zu warm, im Februar dagegen sehr kalt, mit Dauerfrösten. Im März dann zwei Kälteeinbrüche, sogar mit Schneefällen. Seit Jahren betreibe ich auf meiner Hausterrasse eine Winterfütterung für Kleinvögel. Drei verschiedenartige Futterhäuschen, zwei Futterspender, dazu Meisenknödel und Meisenringe sind dort die Anziehungspunkte für die gefiederten Scharen. Auf diese Weise lassen sich die scheuen Vögel aus nächster Nähe beobachten und fotografieren.

Im Verlauf eines langen Winters verringert sich das natürliche Nahrungsangebot für die Vögel. Deshalb kommen sie gern zu derartigen Futterstellen, die von uns Menschen angeboten werden. Ich habe hauptsächlich Sonnenblumenkerne verfüttert, die mit zerkleinerten Nüssen durchmischt waren. Hinzu kamen handelsübliche Körnermischungen sowie Hanfsamen und Haferflocken.

In diesem Winter konnte ich 13 verschiedene Vogelarten an meiner Fütterung beobachten. Natürlich viele Kohl-, Blau- und Schwanzmeisen; dazu zwei Weidenmeisen und einen Kleiber. Bis zu 15 Erlenzeisige und etwa 10 Stieglitze flogen regelmäßig ein, außerdem ein Amsel-Paar. Ganz besonders attraktiv waren vier Kernbeißer und sechs Gimpel (die auch Dompfaffen genannt werden).

Nur wenige Feld- und Haussperlinge stellten sich ein. Sie haben sich rar gemacht. Und nicht nur sie. Leider konnte ich einige der früher üblichen Vogelarten gar nicht mehr registrieren. So zum Beispiel keine Grün-, Bunt- und Bergfinken, auch kein Rotkehlchen. Dafür hatte ein Sperber-Paar die Fütterung entdeckt, und die Vögel machten auch hin und wieder ihre artgerechte Beute.