Während seit Wochenbeginn die ersten Planungsunterlagen für den Neubau des REWE-Einkaufsmarktes auf dem vorderen Areal der jetzigen Gartensparte „Gute Hoffnung“ in der Stadtverwaltung öffentlich ausliegen und auch die Träger öffentlicher Belange um eine Stellungnahme gebeten werden, wird parallel auf anderen Ebenen am Vorhaben weitergearbeitet. So wird den Abgeordneten jetzt ein Entwurf für den von der Stadt angekündigten städtebaulichen Vertrag mit dem Investor zur Abstimmung vorgelegt.

In ihm wird unter anderem festgeschrieben, dass der Vorhabenträger, die Neptun Weimar GmbH, die Planungskosten und die naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen sowie die Erschließung übernimmt. Weitere Details, wie sich das vielleicht so mancher Abgeordnete, Anwohner oder Gartenbesitzer der „Guten Hoffnung“ wünschen würde, sind darin nicht enthalten. Weil das so ein städtebaulicher Vertrag nicht hergeben würde, begründet die Falkenberger Bauamtsleiterin Gundula Manigk.

Vertrag kann nicht alle Wünsche fassen

Solche Feinheiten in der Abstimmung, wie zum Beispiel der Abstand des Marktes zur Südstraße, einen solchen haben sich deren Anwohner jüngst nun auch noch mithilfe des rbb-Fernsehens eingefordert, die Höhe des Gebäudes, die Dachgestaltung und andere Falkenberger Wünsche an den Bauherren müssten dann eher entweder gleich im Bebauungsplan oder in Einzelbelangen möglicherweise auch im Kaufvertrag Niederschlag finden, erläutert Gundula Manigk weiter.

Der Vertragsentwurf passiert jedenfalls jetzt die parlamentarischen Gremien, erst die Ausschüsse, bevor dann abschließend in der nächsten Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung aufgerufen wird. Die Südstraßen-Anwohner werden den Abgeordneten dabei sicher genau auf die Finger schauen und daran erinnern, was der Bürgermeister vor laufender Kamera versprochen hat, nämlich, dass man mit dem Investor reden will, den Markt entgegen bisheriger Planungen weiter nach Süden zu verschieben und etwas Platz zur Südstraße zu lassen. Bestenfalls lässt sich das ja dann, wie von der Bauamtsleiterin angekündigt, im Bebauungsplan regeln.

Bauausschuss, Donnerstag, 7. November, 19 Uhr, Haus des Gastes