Die Bahnanlagen sollen für deutlich höhere Geschwindigkeiten ertüchtigt werden. In Zukunft soll die Strecke zwischen Berlin und Dresden für Geschwindigkeiten bis zu 200 Kilometer pro Stunde ausgebaut sein. Nicht ganz so flott, aber deutlich schneller im Vergleich zur gegenwärtigen Situation wird es nach Beendigung des geplanten Kreuzungsneubaus in Biehla über die Gleise gehen. Den unteren Bereich sollen die Züge mit 160 km/h passieren. Im Bereich des Biehlaer Bahnhofs soll mit hundert Stundenkilometern gefahren werden können, kündigt ein Bahnsprecher an.

Mitte 2013 soll der Neubau des Kreuzungsbauwerkes beginnen. Die Fertigstellung ist für Ende 2014 geplant. Die Brücke, die aufgrund ihres baulichen Zustandes zurzeit viel zu langsam passiert werden kann, wird durch einen Neubau ersetzt. Hier verläuft die Linie Falkenberg-Hoyerswerda-Horka. Im unteren Bereich der Strecke Berlin-Dresden wird die Trassierung der Gleise in östliche Richtung verschoben. Gleise, Oberleitungsanlagen, Kabelführungssysteme - der gesamte Bereich wird komplett neu ausgebaut. Am Biehlaer Bahnhof werden die vorhandenen Anlagen angepasst. Keine Veränderungen gibt es in diesem Zuge im Bahnhof Elsterwerda, da an den Einfahrweichen die Baugrenze liegt.

Einschränkungen für Reisende seien während der Bauphase unvermeidbar. "Insbesondere im Herbst 2014 wird die Strecke Berlin-Dresden im Bereich des Kreuzungsbauwerkes mehrere Wochen gesperrt sein", heißt es aus der Bahn-Pressestelle.

Noch läuft allerdings das Planfeststellungsverfahren. Bei der jüngsten Anhörung in der zurückliegenden Woche in Elsterwerda hatte auch die Stadt Gelegenheit, Einwände zum Planverfahren vorzubringen. Geklärt werden konnte dabei unter anderem das Thema Trinkwasserversorgung im Schleinitzweg, sagte Bauamtsleiter Uwe Schaefer. Diese ist trotz der für die Bauarbeiten unumgänglichen Grundwasserabsenkung für die betroffenen Anwohner auf jeden Fall aufrechtzuerhalten.

Bei anderen Bedenken seitens der Stadt wird nach der Anhörung eine Änderung der Pläne notwendig, so Schaefer weiter. Als Beispiel nennt er die Führung der Baustraße. Aber auch die Anlagen zur Ableitung der Oberflächenentwässerung im Bereich zwischen Schleinitzgraben und Bahnanlagen kommen noch einmal auf den Prüfstand. Durch den hohen Grundwasserstand und bei Starkregen habe es in der Vergangenheit zum Beispiel Probleme in der Goethe- und in der Lessingstraße gegeben, erinnert Schaefer. Aus seiner Sicht sei es sehr wichtig, noch einmal die Pläne für die Durchlässe direkt an der Bahn, die für die Entwässerung des gesamten Gebietes sorgen, durchzugehen.