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| 17:27 Uhr

Herzbergs Innenstadt voller Autos
Automeile lockte die Herzberger

Gut besucht war am Sonntagnachmittag die Automeile des Gewerbevereins in der Herzberger Innenstadt. Mit Kind und Kegel kamen die Herzberger, um sich die ausgestellten Neu- und Gebrauchfahrzeuge anzuschauen, ein Eis zu lecken oder ein Schwätzchen  zu halten.
Gut besucht war am Sonntagnachmittag die Automeile des Gewerbevereins in der Herzberger Innenstadt. Mit Kind und Kegel kamen die Herzberger, um sich die ausgestellten Neu- und Gebrauchfahrzeuge anzuschauen, ein Eis zu lecken oder ein Schwätzchen  zu halten. FOTO: Rudow / LR
Herzberg. Veranstaltung des Gewerbevereins mit viel PS, Modenschau und auch kritischen Tönen. Von Birgit Rudow

Das hatte man schon ganz anders gesehen. Es gab Automeilen in Herzberg, die mit Schnee- und Graupelschauern zu kämpfen hatten. An diesem Sonntag allerdings strahlte die Sonne mit den blankgeputzten Fahrzeugen um die Wette. „Wir hatten schon Angst, dass alle in ihren Gärten verschwinden, aber viele Herzberger haben sich dann doch für unsere Veranstaltung entschieden“, freute sich Mitorganisator Ralf Büschke über den guten Zuspruch vor allem am Nachmittag.

Sieben Autohändler und der Zweiradhändler Marco Hammer hatten ihre Fahrzeuge in Reih und Glied gestellt. Während es bei den Autos mit einer Probefahrt schwierig wurde und für die kommenden Tage beim Händler vereinbart werden musste, konnte man bei den Fahrrädern schon mal eine Runde um den Markt drehen. „Das klassische Rad ist bei uns noch vorrangig. Der Verkauf von Elektrorädern liegt etwa bei 20 Prozent“, so Marco Hammer.

Bei den Autohändlern stieß der Tag auf ein unterschiedliches Echo. Reinhard Niemz vom Renault-Autohaus Lehmann ist gespannt, wie viele der Kunden, die sich am Sonntag für ein Fahrzeug interessiert haben, wirklich demnächst im Autohaus aufschlagen. „Die Automeile in Herzberg ist eher eine Präsentationsveranstaltung. Wir haben gute Gespräche geführt. Was daraus wird, muss sich zeigen“, sagt er. Ähnlich sieht es Frank Elfeldt vom Opel-Autohaus, das mit 13 Fahrzeugen, darunter ein Wohnmobil, vertreten war. „Wir erwarten nicht, hier ein Fahrzeug zu verkaufen. Aber es waren auch Leute unterwegs, die sich mit dem Gedanken tragen, ein Auto zu kaufen“, sagt er. Ralf Büschke vom gleichnamigen Autohaus beschreibt den Sinn der Automeile. „Bei uns war eine junge Familie mit Kindern. Die möchte sich ein Familienauto kaufen. Sie hat sich unverbindlich Van, Kombi und SUV angesehen und herausgefunden, was für sie das beste ist“, sagt er.

Es gab aber auch Händler, deren Fazit nicht ganz so gut ausfiel, die aber explizit nicht genannt werden möchten. Für sie ist das Verhältnis von Aufwand und Nutzen für eine  solche Veranstaltung zumindest fragwürdig. Auch hat ihnen das Interesse einiger Innenstadthändler gefehlt, die ihre Geschäfte trotz verkaufsoffenem Sonntag geschlossen ließen.

Dafür war das Engagement anderer um so größer. Das Geschäft „drunter und drüber“ gestaltete eine Modenschau. Die Sparkasse demonstrierte ein Elektrofahrzeug und ein Wohnmobil und wartete mit einem eigenen Gewinnspiel auf. Auch der Gewerbeverein hatte eine Tombola mit etwa 50 Preisen von den Autohäusern und den Innenstadthändlern organisiert.

 Etwas „verkrümelt“ hatte sich die Gärtnerei Tietze mit ihren Angeboten an die hintere Rathausseite. Aber das war nicht so schlimm. „Gemüsepflanzen wurden vor allem gekauft. Mit den Blumen für die Balkonkästen geht es erst Mitte Mai richtig los. Man sollte sich also von dem schönen Wetter nicht blenden lassen“, so Eberhard Tietze.

Auf viel Zuspruch bei den Besuchern stieß bei der Automeile auch die Modenschau des Geschäftes „drunter & drüber“.
Auf viel Zuspruch bei den Besuchern stieß bei der Automeile auch die Modenschau des Geschäftes „drunter & drüber“. FOTO: Rudow / LR