ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:34 Uhr

Bauarbeiten auf den Straßen
Herzberg steht Umleitungsjahr bevor

Auf eine solche Beschilderung werden Kraftfahrer im kommenden Jahr an mehreren Stellen in Herzberg treffen und deshalb Umleitungen in Kauf nehmen müssen.
Auf eine solche Beschilderung werden Kraftfahrer im kommenden Jahr an mehreren Stellen in Herzberg treffen und deshalb Umleitungen in Kauf nehmen müssen. FOTO: Thomas Söllner - stock.adobe.co / Thomas Söllner / Fotolia
Herzberg. Karl-Liebknecht-Straße, Dresdener Straße, Mönchstraße – dort wird 2019 gebaut. Das bringt Behinderungen und Umleitungen mit sich. Von Birgit Rudow

Die Herzberger müssen im nächsten Jahr gute Nerven zeigen. Und nicht nur sie, sondern alle, die oft in der Stadt mit dem Auto unterwegs sind. Ihnen steht ein Umleitungsjahr bevor, wie seit dem Kreiselbau und der Sanierung der Berliner Straße 2013/14 nicht mehr. Die innerstädtische Umleitung wegen dem Ausbau der Karl-Liebknecht-Straße, der wahrscheinlich aus Richtung Grochwitz mit dem Abschnitt von der Brücke über die Lapine bis zur Straße „An der Schule“ beginnt, dürfte da noch das kleinste Übel sein.

Dicker kommt es während des grundhaften Ausbaus der Dresdener Straße vom Kreisel bis zum Knotenpunkt Osterodaer Straße. Laut Reinhard Neupert vom städtischen Bauamt ist es das Ziel, die Arbeiten Ende des zweiten Quartals 2019 zu beginnen und nach etwa einem Jahr fertig zu sein. Bauherr ist der Landesbetrieb Straßenwesen.

Wer stadtauswärts muss, hat Glück. Denn in diese Richtung geht es auf der Dresdener Straße an der Baustelle vorbei. Wer aber aus dem Süden kommt und nach Herzberg rein will, der wird durch Neunaundorf umgeleitet auf die B 87 und von dort entweder links wieder in die Stadt rein oder rechts in Richtung Schlieben. Das gilt für alle Fahrzeuge, egal ob Pkw oder Lkw. Man habe eine weitläufige Umleitung für Lkw aus Richtung Bad Liebenwerda überprüft, so Reinhard Neupert. Es gebe aber keine, die geeignet ist, sagte er. Die Umleitung trifft auch die Fahrzeuge der im Gewerbegebiet Osterodaer Straße ansässigen Firmen, wie zum Beispiel Deuka. Selbst wer „nur“ zu Kaufland einkaufen fährt, muss über Neunaundorf wieder in die Stadt rein.

Dass die Bewohner des kleinen Herzberger Stadtteils Neunaundorf über diese Umleitungs-Lösung, mit der sich praktisch in eine Richtung der gesamte Bundesstraßenverkehr durch den Ort schlängelt, alles andere als glücklich sind, lässt sich nachvollziehen. Die Anwohner hätten sich an Bürgermeister Karsten Eule-Prütz gewandt und es habe Gespräche gegeben, so Reinhard Neupert. Die Stadt habe Alternativen geprüft, zum Beispiel über das Deuka-Gelände. Sie funktionierten aber alle nicht.

Für die Umleitung soll die Verbindung zwischen Neunaundorf und der B 87 auf einer Breite von 3,50 Meter asphaltiert werden. Hinzu kommt rechts und links eine einen Meter breite Bankette. Der kleine Bahndamm an der seit Jahren nicht mehr befahrenen und still gelegten Bahnstrecke wird bis auf einen kleinen Hügel abgebaut, informiert der Bauamtsmitarbeiter. Die Verbindung wird eine Einbahnstraße. Die Auffahrt auf die B 87 soll per Ampel geregelt werden.

Wenn im letzten Abschnitt des Ausbaus der Dresdener Straße der Knotenpunkt Dresdener-/Osterodaer Straße ausgebaut wird, ist auch die Zufahrt in die Osterodaer Straße nicht mehr befahrbar. Der Baustellenbereich ist dann komplett gesperrt. Es ist vorgesehen, die Umleitung stadteinwärts von der B 101 über Redlin und Osteroda zu führen. Auch stadtauswärts werden Umleitungen notwendig sein. Das soll sich zeitlich aber nur auf wenige Wochen beschränken, so Neupert.

Mit Behinderungen müssen die Herzberger 2019 auch in der Innenstadt rechnen. Wie Ordnungsamtsleiter Sven Ziehe informiert, beginnen im März die Bauarbeiten der Wohnungsbaugesellschaft in der Mönchstraße 9. Hier wurde in diesem Jahr ein leer stehendes Gebäude abgerissen, es sollen Reihenhäuser entstehen. Mit Beginn der Arbeiten wird die Mönchstraße zur Einbahnstraße stadteinwärts. Eine Zufahrt rechts in die Mauerstraße ist dann nicht mehr möglich. Und so richtig eng wird es, wenn etwa zur gleichen Zeit schräg gegenüber das marode Gebäude Mönchstraße 12 abgerissen werden soll.

Sven Ziehe informierte auch darüber, dass zum Beginn des Schuljahres 2019/20 das Haus II des ehemaligen Gymnasiums in der Rosa-Luxemburg-Straße als Ausweich für den städtischen Hort dient, der vom Schulbusverkehr bedient werden muss. Auf den Parkplätzen vor dem Haus wird eine Bushaltestelle eingerichtet. Ebenso werde es eine Haltestelle am Markt geben als Ersatz für die Haltestelle Lugstraße.