Seine aktuelle Ausstellung „RemixRemake“ anlässlich des fünfjährigen Bestehens seines Archivs in Kolochau hat es schwer. „Es ist zäh“, bedauert der Gastgeber. Daran ist zum einen die seit Monaten anhaltende Situation mit vielen Einschränkungen im öffentlichen Leben aufgrund der Corona-Situation schuld. Dann weiß er um seine anspruchsvolle Art, Kunst zu präsentieren. „Ich male eben keine hübschen Landschaften. Ohne Nachdenken wird man bei mir kein Glück haben“, sagt er. Zum anderen ist es aber auch ein Stück weit der Lage seines Ateliers geschuldet.

2015 hat Klie der Großstadt den Rücken gekehrt

Dabei hat sich Klie vor fünf Jahren ganz bewusst entschieden, der Großstadt Berlin den Rücken zu kehren und sich in die Provinz zurückzuziehen. In Kolochau zu leben, sei für ihn geschäftsschädigend, habe er sich von Freunden anhören müssen. Aber er ist bis heute bei seiner Meinung geblieben: „Man muss auch die Provinz ernst nehmen.“
Hans-Peter Klie setzt sich dafür ein, dass Kunst keine Sache der Metropolen bleibt und fordert bei einem Besuch der Brandenburger Kulturministerin Manja Schüle bei ihm in Kolochau, „die entsprechende Infrastruktur zu schaffen, dass Leute, die Kunst im ländlichen Raum erwarten, sie auch finden und erleben können.“
Die Ministerin sieht das nicht anders. „Wir müssen künstlerische Angebote im ländlichen Raum noch mehr unterstützen und nachhaltige Begegnungsorte schaffen“, bekräftigt sie.