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| 01:14 Uhr

Aussichtsturm lässt weit blicken

Domsdorf. Zahlreiche Spuren hat der Bergbau auch im Gebiet des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft hinterlassen. Viele kleinere und größere Seen zeugen unter anderem davon. Foto: Naturparkverwaltung

Regen und Wind haben in den wasserlosen ehemaligen Tagebauen aus dem sandigen lockeren Boden teilweise bizarre Strukturen geformt - Canyons im Kleinformat, die ständig in Veränderung begriffen sind. Unmittelbar am geplanten Radweg auf der ehemaligen Kohlebahntrasse bei Domsdorf bietet ab Mai ein Aussichtsturm die Möglichkeit, einen Blick in eben eine solche, sich selbst überlassene ehemalige Tagebaugrube, zu werfen.
Die Stadt Uebigau-Wahrenbrück hat gemeinsam mit dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft und dem Ökologischen Holzbauhof in Prestewitz einen Aussichtsturm mit einer Gesamthöhe von 6,80 Meter und zwei Plattformen für etwa 15 Personen errichtet. Von der zweiten Plattform aus, etwa vier Meter über dem Boden, können Besucher jetzt in das „Restloch 124“ schauen und verfolgen, wie die Natur ihren angestammten Lebensraum zurück erobert.
Alle Wanderfreunde, Bergbauinteressierte oder einfach nur Neugierige sind morgen zur feierlichen Turmeinweihung ganz herzlich einladen. Start ist um 10 Uhr an der Brikettfabrik „Louise“ . Per pedes geht es gemeinsam unter Führung von Jürgen Bartholomäus zum Standort des neuen Aussichtsturms. Dort werden Jürgen Bartholomäus um 11 Uhr Interessantes über Historie des Bergbaus, Franz Pauliuk zum Naturhaushalt dieser Flächen und Frank Laqua über weitere Sanierungspläne der LMBV informieren .
Im Anschluss erfolgt die feierliche Übergabe des Aussichtsturms durch Karin Krüger, die Leiterin des Naturparks, Andreas Claus, Bürgermeister der Stadt, sowie Frank Laqua von der LMBV. Es be steht die Möglichkeit, sich mit Kesselgulasch und Getränken zu stärken, um danach wieder zur Brikettfabrik „Louise“ zurück zu wandern. Ab 14 Uhr ist dort eine Führung möglich. (red/pos)