Von Sylvia Kunze

Aber wer und was stecken da eigentlich dahinter? In der Bibliothek gibt es die Antworten. Bei Antje Wieser, die die Ausleihe leitet, treffen sich die Schülerredakteure regelmäßig. Aktuell stecken sie mitten im Endspurt für die nächste Ausgabe ihrer Schülerzeitung. Der „Legal Letter“, in Anlehnung an den Namenspatron der Schule Ernst Legal und zugleich auch als wörtlich gemeintes legale Seite(n), wird bereits von vielen Mitschülern sehnlichst erwartet. Der Newcomer, immerhin erscheint gerade erst einmal Ausgabe Nummer drei, findet bei Grund- und Oberschülern gleichermaßen Absatz.

Weil das Redaktionsteam bunt gemischt ist. Neben Mädchen und Jungen aus vornehmlich der 6. Klasse arbeiten auch Jugendliche aus der 9. und 10. Klasse mit, was eine bunte Mischung der Themen und Herangehensweisen garantiert. Gorden, Noah, Joy, Zoe, Angelina, Leony, Franz, Adrian, Anna und Aron eint vor allem eins: Sie „brennen“ für ihren „Legal Letter“ und haben jede Menge Spaß am Themen finden, Recherchieren, Interviewen, Artikel schreiben, Fotografieren und Layout entwerfen. Selbst zum Drucken und Verkaufen sind sie sich nicht zu schade.

„Wir machen alles selbst“, betont Antje Wieser und verrät, das so ein Schülerzeitungsjob durchaus begehrt ist: „Uns liegen schon die ersten Bewerbungen fürs nächste Schuljahr vor.“ Das stellt sicher, dass nach dem Weggang der Jungredakteure, die zu anderen Schulen wechseln, das Team wieder ausreichend aufgefüllt werden und es in Sachen „Legal Letter“ nahtlos weitergehen kann.

Der wartet mit immer neuen Ideen auf und bezieht Schüler und Lehrer gleichermaßen in die Berichterstattung ein. Da gibt es beispielsweise Tipps für Handyfotos und Osterwitze in der neuen 3. Ausgabe, da wurden Lehrer-Oscar verliehen, da wird Ausgabe für Ausgabe an einer spannenden Fotostory-Fortsetzung gefeilt. Kurzum: Die Schülerzeitung wird informativ und abwechslungsreich gehalten. „Es ist so toll, wenn sie dann verkauft wird, und alle wollen sie haben und lesen“, strahlen die eifrigen Jungredakteure um die Wette.

Dass sie nun auch noch mit zwei Preisen bedacht worden sind, freut die Schliebener Schülerzeitungsmacher sehr. Vom gewonnenen Preisgeld wollen sie sich eine etwas bessere Kamera kaufen. Bisher musste ein ausrangiertes Handy für die Fotos herhalten. Vom Workshop erhoffen sie sich in erster Linie viele Tipps, wie sie noch besser arbeiten können.