Das Vorhaben, im Schliebener Drandorfhof irgendetwas zu tun, damit sich das holprige Pflaster besser bewältigen lässt, muss erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Denn es fehlt am Geld, bauliche Veränderungen herbeizuführen.

Im Vorjahr ist das Vorhaben ganz intensiv beleuchtet worden. Amts- und Stadtverantwortliche hatten dabei einmal mehr bei den Partnern der BTU Cottbus, die das Projekt „Altersfreundliche Gemeinde“ von Beginn an intensiv begleiten, Hilfe gesucht. Man hatte sich vor Ort ein genaues Bild von der Situation verschafft, mit Rollstuhl, Rollator und Gehhilfen auch selbst einmal nachempfunden, wie schwer es für in der Fortbewegung eingeschränkte Menschen ist, den Hof mit seinem derben Pflaster zu passieren. Und man hatte beratschlagt, wie man mit baulichen Veränderungen Abhilfe schaffen könnte.

Aber: „Bei allen Ideen wäre die Stadt mit einem Eigenanteil mit im Boot, den sie aktuell nicht stemmen kann“, bilanziert Heike Hofmann, in der Amtsverwaltung mit dem Sachgebiet Soziales und damit auch mit dem Projekt betraut. „Bekämen wir für solche Vorhaben eine hundertprozentige Förderung, müssten wir darüber nicht mehr reden, sondern könnten loslegen. Aber solche Förderprogramme sind aktuell nicht aufgelegt.“

Ähnlich wie im Drandorfhof sei auch das Problem im innerstädtischen Raum mit Pflastergehwegen und abzuflachenden Bordsteinen bzw. fehlenden Radwegen zu sehen.

Was jedoch nicht heiße, dass man deshalb in Sachen „Altersfreundliche Gemeinde“ alle Aktivitäten gen Null fahre. „Wir sind trotzdem weiter ständig mit den BTU-Partnern im Gespräch“, versichert Heike Hofmann. Erst Ende vergangenen Jahres habe man wieder miteinander geredet. Und demnächst soll es einen weiteren Termin geben, bei dem man abklopfen wolle, was in diesem Jahr womöglich doch noch machbar sei.

Schließlich gehe es bei dem Vorhaben ja nicht nur ausschließlich um Infrastruktur, sondern eine Umfrage, die zum Start des Projektes unter älteren Mitbürgern des Amtsbereiches getätigt wurde, habe noch viele andere Handlungspunkte aufgezeigt, die aus dem Schliebener Land ein wirklich altenfreundliches Wohnumfeld machen. „Wir bleiben da auf jeden Fall dran und werden prüfen, was sich machen lässt“, sagt die Amtsleiterin.