Dort angekommen, fuhren wir mit der Parkbahn zum Bahnbetriebswerk. Wir durften auch gleich einen Blick in das dortige Stellwerk werfen, welches noch mechanisch funktioniert. Wir waren erstaunt über die vielen Hebel, mit denen man Signale und Weichen stellen kann. Es sah alles sehr kompliziert aus.

Danach gingen wir auf das Gelände des Betriebswerkes, wo einige interessante Sachen auf uns warteten. Wir durften gleich mal eine Handhebeldraisine ausprobieren. Es kostete uns viel Kraft, diese vorwärtszubewegen. Aber wir waren ja noch ausgeruht.

Danach zeigte man uns an einem Modell, was passiert, wenn man Oberleitungen berührt. Wir konnten auch mit einer Plasteflasche testen, wie gefährlich es ist, mit den Füßen in Weichenteile zu treten. Als Nächstes mussten wir mit einer Holzeisenbahn Züge nach Vorlage umbilden, was wir aber super gemeistert haben.

Dann durften wir auch eine Schranke mit Kurbel schließen und öffnen. Anschließend gingen wir in die Werkhalle, wo einige Loks standen, und wo diese auch gewartet und repariert werden.

Nach dem Austoben auf dem Spielplatz fuhren wir noch mal eine Runde mit der Parkbahn, bevor wir, voll mit Impressionen und Eindrücken, die Heimreise antraten.

Enrico und Cornelia Schakat haben mit viel Mühe uns einen so tollen Tag organisiert. Die Sparkassenstiftung und der Lions-club Finsterwalde haben die Fahrt finanziell unterstützt.

Auf Wandertour zusammengerückt

Der SV Neptun 08 Finsterwalde war im Riesengebirge. Andreas Pohle berichtet:

Wanderfreizeit, das heißt viel Bewegung an der frischen Luft, Spaß mit Gleichaltrigen - in diesem Jahr zum Großteil zwischen zwölf und 17 Jahren - sowie feinste Köstlichkeiten der Küche des am Strá (Berg) liegenden Horský-Hotels.

Zwischen dem 30. Juli und dem 6. August bewanderten die Finsterwalder Sportler dabei Berghänge, Waldwege und Wiesen und so manche Felsen. Die Routen wurden stets von den Organisatoren der Reise, Tom Werner und Andreas Pohle, am Abend zuvor angegeben. Den entsprechenden Proviant für die 15 bis 31 km langen Touren mussten die Sportler einschätzen lernen. Einmal musste der Jizerou (Fluss durch Jablonec) durchwatet werden, vor allem die Jungen konnten dabei ihren Tatendrang unter Beweis stellen und für so manche Begeisterung in der Gruppe sorgen. Die Tagestour mit über 30 km führte zum Ursprung der Elbe (Pramen Labe). Bei bestem Wetter konnte an jenem Tag der Blick weit über die tschechisch-polnische Landesgrenze schweifen. Wurden die Beine mal etwas müder oder die Laune durch anhaltenden Regen während des Wanderns gebremst, war es herrlich mit anzusehen, wie die Gruppe immer mehr zusammenwuchs und sich gegenseitig motivierte. Die gemeinsamen Stunden am Lagerfeuer gaben jedem noch einmal Zeit, den Tag Revue passieren zu lassen und mit lieb gewonnenen Momenten den Abend abzurunden. Unter diesen Momenten werden für die Annalen mit Sicherheit ein paar Erinnerungen aufgenommen werden, darunter: gemeinsame Athletikstunden, Morgenläufe am Hotel oder der Besuch des Erlebnisbads in Jablonec N.N.

Wo Babys und Eltern was lernen können

Über die Eltern-Kind-Gruppe im Regenbogenhaus Bad Liebenwerda berichtet Sabine Herold aus Neuburxdorf:

Die Gruppe wird von Rena Gums geleitet, einer Erzieherin, Familienberaterin und PEKiP-Gruppenleiterin. Von Mittwoch bis Freitag bietet sie Eltern mit Kindern bis drei Jahre von 9 bis 13 Uhr einen offenen Treff. Zum PEKiP am Dienstag muss man sich anmelden. Jeden ersten Mittwoch im Monat ist die Gruppe zusätzlich von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Die Eltern-Kind-Gruppe wurde 2009 vom Möglenzer Schwalbennest-Verein ins Leben gerufen.

Die Teilnahme in der Krabbelgruppe ist kostenfrei. Im Gruppenraum steht eine Spardose bereit, für diejenigen, die dennoch einen kleinen Beitrag leisten möchten. Davon wird neues Spielzeug angeschafft.

Ich war mit meinen beiden Söhnen dabei und konnte viele Erfahrungen im Umgang mit meinen Kindern sammeln. Rena Gums steht den Eltern jederzeit zur Seite und hat viele nützliche Tipps parat.

Es gibt einen festen Tagesablauf. Um 10 Uhr wird gemeinsam gesungen. Rena Gums spielt auf der Gitarre und begrüßt jedes Kind persönlich. Danach werden die Lieder vom "Kakadu" und dem "Teddybär" gesungen. Anschließend lassen wir alle unsere Finger tanzen, und zum Schluss kommt ein Lied zum Klatschen. Die Kinder haben an der Musik viel Freude. Im Anschluss können sie weiterspielen und die Eltern sich über ihren Nachwuchs austauschen. Die Kinder lernen dadurch den sozialen Umgang miteinander, was eine gute Vorbereitung auf die Kinderkrippe bzw. den Kindergarten darstellt.

Es stehen zwei Räume zur Verfügung. Es gibt den Raum für die kleineren Babys, die noch einen kleinen Bewegungsradius haben. In diesem findet auch die Begrüßung statt. Im großen Bewegungsraum können sich die Kinder richtig austoben.

Jährlich finden Überprüfungen statt, ob und in wie weit die Förderungen fortgeführt werden. Ich kann nur an die zuständigen Stellen appellieren, diese Entscheidungen nicht am Tisch zu fällen, sondern sich immer ein Bild vor Ort zu machen.

Volleyballsport und Musikförderung zugleich

Vom "Do it Yourself" zur gelungenen Veranstaltung - über das 13. Volleyballturnier in Schraden berichtet Tina Ducke vom Jugendclub.

Die monatelange Planung gipfelte in einem dreitägigen Akt der intensiven Vorbereitung: Alle Mitstreiter des Jugendclubs Schraden waren auf den Beinen, um das beste Set für das 13. Volleyballturnier zu arrangieren. Zelte mussten besorgt und aufgebaut, die Stände geschmückt und bestückt werden. Das Event musste gut durchdacht und die Anordnung des Festgeländes optimal ausgestaltet werden. Da das Budget begrenzt war, ließ sich der Jugendclub etwas Besonderes einfallen. Nach dem Motto "Do it Yourself" verwandelten sie ihr Jugendclubzelt in eine Bühne. Aus Paletten und Spanplatten zauberten sie ihre eigenen Bühnenplatten, damit sich die Bands auf einer Fläche von 5 mal 4 Metern entfalten konnten.

Pünktlich am 6. August um 12.30 Uhr meldeten sich die zehn Teams zum Volleyballturnier an. Die Teams kamen aus Schraden sowie dem unmittelbaren Umfeld von Kraupa, Lindenau und Großthiemig. Gespielt wurde in zwei Gruppen, später im K.o.-System. Nach acht Punkten erfolgte ein Seitenwechsel. Im Anschluss an die Gruppenphase wurden die Plätze ermittelt. Der Jugendclub Großthiemig verteidigte seinen Titel und nahm den goldenen Pokal samt Präsentkorb unter lautem Jubel entgegen. Den zweiten Platz belegte ImPoSand aus Frauendorf. "Max seine Mannschaft" beanspruchte den dritten Platz für sich.

Parallel zur Spielphase trafen der Techniker und die Bands ein. Mr. Cräbs war extra aus Dresden angereist. Die Band existiert seit mehr als zehn Jahren. Mit einer stilistischen Mischung aus Hardcore, Hip-Hop und Metal-Elementen eröffnete sie mit einer starken Darbietung den nachfolgenden musikalischen Marathon und zeigte sich positiv überrascht von der Organisation und dem Sound. Auch Krafttakt aus Frauendorf - diese Combo gibt es seit etwa einem Jahr - fühlte sich auf der Bühne sichtlich wohl und hatte Spaß bei der Animation des Publikums und der Präsentation ihrer Titel. Als Headlinder war Helmpflicht geladen. Die Großthiemiger - seit 2014 schreiben sie Musik - zeigten, dass Elemente aus dem Bereich des Rock'n'Roll, Oi-Punk und Ska zu einem eindrucksvollen musikalischen Mix kombiniert werden können. Ihr Bandname ist eine Anspielung auf die in der Umgangssprache als "Helme" bezeichneten Großthiemiger Bürger und drückt ihre Solidarität gegenüber ihrem Heimatort aus. Alle drei Bands erhielten durch ihre Auftritte die Möglichkeit, sich über ihren Proberaum hinaus bekannt zu machen und nahmen die Einladung gern an, da es für viele Bands aufgrund des großen Konkurrenzdruckes zunehmend schwieriger wird, Auftrittsmöglichkeiten zu erhalten. So steht das 13. Volleyballturnier auch ganz im Zeichen der Musikförderung alternativer Bands aus dem subkulturellen Milieu.

Die O-Töne zur Veranstaltung waren durchweg positiv: Die Organisation war gelungen, der Service, die Band- wie Zuschauer- und Teambetreuung waren als sehr gut angesehen. DJ David begleitete den Jugendclub und die Besucher professionell durch den Tag und legte bei der Aftershowparty noch mal so richtig los.

Ein großes Dankeschön gilt allen Sponsoren, Helfern und Unterstützern - es sind unzählige.

Was die Gewitterfallböe angerichtet hat

Harald Stolley aus Crinitz hat Ergänzungen zum Gewitter am 4. August:

Nachdem der vom Wetterdienst Gewitterfallböe genannte Sturm westlich auf Crinitz traf, über die Hauptstraße bis zum östlichen Ortsausgang Richtung Fürstlich Drehna die erwähnten zwei Riesenbäume zu Fall brachte, ist er scharf abgeschwenkt Richtung Grenzweg (somit nicht geradlinig) und hat dort vor der Einfahrt der Steinzeugwerke eine große Pappel derart zu Fall gebracht, dass der Grenzweg nicht mehr passierbar war.

Dann ist er weiter über das Grundstück Grenzweg 4 und hat dort eine riesige Douglasie komplett entwurzelt, wobei diese drei weitere sehr große Bäume mit sich riss. Es ist dort nun eine regelrechte Bresche entstanden. Auf diesem scharf umrissenen Pfad hat der Sturm also fünf Bäume gefällt. Da zu vermuten war, dass die Feuerwehr im Ort gebraucht wurde, haben mehrere meiner Nachbarn und ich die den Grenzweg in seiner gesamten Breite versperrende Pappel zersägt. Nach etwa 45 Minuten war der Grenzweg wieder besenrein bereinigt und befahrbar. Die von der entwurzelten Douglasie versperrte Zufahrt zu meinem Grundstück musste am nächsten Tag mit schweren Gerät frei gemacht werden. Ihr Baumumfang betrug drei Meter. Die Auswirkungen werden noch jahrelang zu sehen sein.

Alle Beteiligten sind sich darin einig, noch nie einen Sturm in dieser kurzen Zeit und Intensität erlebt zu haben. Der zersägte Stamm der Pappel wie auch das gesamte Astwerk liegen noch heute vor dem Gelände des Steinzeugwerks und auf meinem Grundstück. Eine Entsorgung wäre langsam angebracht.