ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:44 Uhr

Herzberg
Ausbildungszentrum erster Güte

Die Technische Hilfeleistung ist ein Ausbildungsmodul im Feuerwehrtechnischen Zentrum Elbe-Elster in Herzberg. Kameraden der Feuerwehr demonstrierten die Rettung von Verunglückten nach dem Zusammenstoß ihres Autos mit einem Baum.
Die Technische Hilfeleistung ist ein Ausbildungsmodul im Feuerwehrtechnischen Zentrum Elbe-Elster in Herzberg. Kameraden der Feuerwehr demonstrierten die Rettung von Verunglückten nach dem Zusammenstoß ihres Autos mit einem Baum. FOTO: Rudow / LR
Herzberg. Der Landkreis übergibt Trainingsmodule an die Feuerwehren in Elbe-Elster. Von Birgit Rudow

Im Feuerwehrtechnischen Zentrum (FTZ) des Landkreises Elbe-Elster in Herzberg sind in den vergangenen Jahren moderne Trainings- und Übungsmodule entstanden, um die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis noch besser zu unterstützen. Fast 1,5 Millionen Euro hat der Landkreis mit Unterstützung des Landes und des Bundes sowie weiterer Partner seit 2008 in den Standort investiert. Am Dienstag wurden die Ausbildungsmodule im Rahmen einer Zusammenkunft der Stadt- und Amtsbrandmeister offiziell an die Feuerwehren des Kreises übergeben. Diese verfügen jetzt über eine Ausbildungsstrecke, die in Teilen auch anderen Kameraden in Südbrandenburg zur Verfügung steht.

Ob technische Hilfeleistung bei einem Verkehrsunfall mit einem Straßenbaum, fachgerechter Deichbau oder der richtige Umgang mit auslaufenden Flüssigkeiten aus einem Bahnkesselwagen – diese Situationen können jetzt realitätsnah in Herzberg an den Ausbildungsmodulen trainiert werden. Zum Komplex gehören auch eine Elektroübungsstrecke und ein Übungslöschteich mit Betonstützwänden. Die Stadt- und Amtsbrandmeister, Bürgermeister und weitere Vertreter von Verwaltungen konnten sich am Dienstag von der Arbeitsweise an den Ausbildungsmodulen überzeugen. „Ich kann nur jede Führungskraft der Feuerwehren dazu einladen, mit den Kameraden hier zu arbeiten und uns auch zu sagen, woran es noch fehlt“, so Kreisbrandmeister Steffen Ludewig.

Darüber hinaus entstanden ein neues Katastrophenschutzlager für die Unterbringung von Einrichtungen für Notunterkünfte wie Feldbetten. Dort sind unter anderem auch Wathosen, Warmhaltebehälter für Essen, Pumpen, Sandsäcke, Schubkarren und Folien für den Deichbau untergebracht. Außerdem stehen jetzt neue Stellplätze für Lkw und Umschlagflächen für Materialanlieferungen und für die Beladung von Fahrzeugen zur Verfügung. Von den Investitionen profitieren auch die Mitarbeiter und Besucher des Ordnungsamtes An der Lanfter in Herzberg. Hier entstanden zum Beispiel neue Parkplätze, Fahrradständer und Sitzgelegenheiten.

Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) widmete  seine kurzen Ausführungen am Dienstag vor allem den Feuerwehrleuten im  Ehrenamt. „Wir müssen dem Ehrenamt mehr Wertschätzung entgegenbringen. Das Wissen um eine neue Katastrophenlage in Deutschland macht es nicht einfach, sich in den Dienst der Gesellschaft zu stellen“, sagte er. Die Arbeit der Feuerwehren verdiene die Unterstützung der Politik. Das gelte sowohl für die Ausrüstung als auch für die Unterstützung bei Übungseinsätzen, so der Landrat.

Noch sind die Investitionen am FTZ nicht ganz abgeschlossen. Für ein weiteres Ausbildungsmodul – der Neubau eines Übungsturmes mit Fensteröffnungen für Leiterübungen – läuft  derzeit die Prüfung des Bauantrages.

Im Rahmen der Förderrichtlinie Katastrophenschutz des Landes Brandenburg erhalten auch die Einheiten des Katastrophenschutzes neue Technik. Für die Einheiten Verpflegung und Betreuung sowie Wassergefahren sollen Fahrzeuge, Boote und Feldküchen angeschafft werden. Außerdem bekommen die Katastrophenschutzeinheiten Wassergefahren sowie Teileinheiten der schnellen Einsatzeinheit Sanitäter ein Gerätehaus für die Fahrzeugunterstellung mit Lager- und Schulungsräumen.

Mit verschiedenen Gerätschaften und Mitteln können die Hilfskräfte Gefahrgüter identifizieren und entsprechend handeln.
Mit verschiedenen Gerätschaften und Mitteln können die Hilfskräfte Gefahrgüter identifizieren und entsprechend handeln. FOTO: Rudow / LR