Die Aufgaben des Herzberger Wasser- und Abwasserzweckverbandes für das kommende Jahr sind abgesteckt. Verbandsvorsteher Mario Kestin hat die Vorhaben erläutert. Etwas mehr als eine Million Euro werden in den Bereich Trinkwasser investiert. Fast drei Viertel der Summe fließen in die Wasserwerke. Den größten Posten, nämlich rund 550 000 Euro, nimmt die Ablösung des Wasserwerkes Wiepersdorf in Anspruch. "Wir haben uns strategisch für vier Wasserwerke im Verbandsgebiet entschieden und nehmen deshalb nächstes Jahr das Wasserwerk Wiepersdorf außer Betrieb", so Mario Kestin. Aus Wiepersdorf werden gegenwärtig fünf Schönewalder Ortsteile versorgt. Sie sollen ihr Trinkwasser künftig aus dem Wasserwerk Stolzenhain erhalten. Das erfordere eine Versorgungsleitung von Schönewalde zum Behälter nach Wiepersdorf, so der technische Leiter des HWAZ, Hendrik Süßmilch.

Im Wasserwerk Stolzenhain soll im kommenden Jahr für 30 000 Euro die Fassade erneuert werden, das Wasserwerk Herzberg bekommt für 45 000 Euro einen Ersatzbrunnen, und im Wasserwerk Falkenberg werden für 80 000 Euro Reinwasserleitungen für die Filter-Netzanlage erneuert.

Der Investitionsplan für Trinkwasser sieht unter anderem einen Austausch der Leitungen Am Stadtpark in Falkenberg und in Neunaundorf sowie den Ersatz von Be- und Entlüftungsanlagen im Falkenberger Stadtgebiet vor.

Im Abwasserbereich beträgt die Investitionssumme des HWAZ im kommenden Jahr 979 1200 Euro. Ein Schwerpunkt ist die Optimierung der Kläranlage in Herzberg zum Beispiel durch die Reduktion der Schlammmengen oder Energieeinsparungen. "Eine Frachtreduzierung kann möglicherweise mit der Abwasserabgabe an das Land verrechnet werden", so der Verbandsvorsteher. Bei der Sanierung des Kanalnetzes bildet die Lindenstraße in Herzberg einen Schwerpunkt. In Falkenberg sollen die Altkanäle in der Gartenstraße, der Liebenwerdaer Straße, Teilen der Friedrich-Engels-Straße und in der Zille-Straße erneuert werden. "Wir haben in unseren Investitionsplan nur Arbeiten eingestellt, die dringend notwendig sind", sagt Mario Kestin.

Zum Thema:
Der Erfolgsplan des HWAZ sieht für 2013 insgesamt Erträge in Höhe von 8,856 Millionen Euro vor. Denen stehen Ausgaben in Höhe von 8,431 Millionen Euro gegenüber. Das ergibt einen Jahresgewinn von 425 000 Euro. 77 600 Euro davon entstammen dem Abwasserbereich, 347 400 Euro kommen aus dem Trinkwasserbereich. Der Wirtschaftsplan 2013 wurde von der Verbandsversammlung des HWAZ am Montagabend einstimmig beschlossen.