Von Sylvia Kunze

Der Anfang ist gemacht. Die seit einigen Jahren im Schulkomplex in der Clara-Zetkin-Straße angesiedelte Bibliothek zieht um. Die ersten Regale sind transportiert. Viele Bücherkisten sind gepackt. Rund 7000 Medien, also in erster Linie Bücher, Zeitschriften, Videos und DVDs, warten auf ihren Einzug am neuen Standort. Der befindet sich in der Bahnhofstraße gleich neben dem „Berliner Eck“. Dort, wo zuvor einmal eine Postfiliale beheimatet war, soll sich der neue Treff der Falkenberger Bücherfreunde etablieren.

Zwischendurch hatte es einmal so ausgesehen, als sei das Ende der städtischen Ausleihe gekommen. Rückläufige Nutzerzahlen auf der einen Seite und steigender Platzbedarf in der Schule auf der anderen Seite hatte die Stadtverwaltung schon den Vorschlag unterbreiten lassen, das Angebot einzustellen — und stattdessen nur noch auf die rollende Kreisfahrbibliothek zurückzugreifen.

Der Bücherbus fährt die Stadt Falkenberg zwar nun in regelmäßigem Rhythmus von drei Wochen an. Aber darüber hinaus haben sich viele Nutzer der Falkenberger Stadtbibliothek stark gemacht und deren Ende erst einmal abgewendet. Die Freiwilligen stehen zu ihrem Wort. Schon beim Umzug stehen viele bereit und fassen mit zu. „Ohne Bibliothek würde was in der Stadt fehlen“, begründet nicht nur Gerald Jacob, der seit Jahren als Nutzer eingeschrieben ist, seinen Einsatz.

„Vor einigen Tagen sind wir mit 13 Ehrenamtlern zusammengekommen, die ihre Mitarbeit zugesagt haben. Beim Umzug und auch später beim Betreiben der Ausleihe. Wir sind begeistert über diese große Resonanz“, sagt Marion Casper, in der Stadtverwaltung für die Bibliothek mit zuständig. Bei dieser Beratung habe es klare Absprachen für die Zukunft gegeben. Wer hilft in welcher Form beim Umzug? Wer ist später für immer dabei und hilft beim Absichern der Öffnungszeiten und bei anderen anfallenden Arbeiten in der Bücherei? Wer hilft bei Veranstaltungen?

„Wir wollen einige der Helfer soweit fit machen, dass sie auch das Computerprogramm beherrschen“, erklärt Marion Casper. Mit denen solle ein Ehrenamtsvertrag abgeschlossen werden.

Die Eröffnung am neuen Standort ist für den 12. Februar vorgesehen. Am 16. Februar soll gleich noch ein Tag der offenen Tür folgen. Die neuen Öffnungszeiten sind dienstags von 13 bis 18 und donnerstags von 10 bis 14 Uhr. Darüber hinaus, so Marion Casper, wolle man regelmäßig samstags die Ausleihe öffnen, „voraussichtlich einmal im Monat und dann von 14 bis 17 Uhr. Aber da befinden wir uns mit den Ehrenamtlern in der Abstimmung. Ich denke, dass spätestens zur Eröffnung dazu klare Aussagen getroffen werden können.“

Das ist also noch zu klären. Und der Umzug ist ebenso noch fertig zu bewältigen. Aber bei den vielen Helfern muss  Marion Casper nicht bange sein, dass das nicht klappt. „Ich finde es so toll, dass die Leute so fleißig zur Seite stehen“, sagt sie.