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Aufräumen in Falkenberg und Uebigau-Wahrenbrück

Im Kiebitzer Weg in Falkenberg. Da hilft nur noch schwere Technik.
Im Kiebitzer Weg in Falkenberg. Da hilft nur noch schwere Technik. FOTO: Feuerwehr
Herzberg. Das Falkenberger Stadtgebiet hat der Sturm an vielen Ecken richtig getroffen. "Die Bäume fielen im Minutentakt. sk/ru

So etwas habe ich noch nicht erlebt", sagt Stadtbrandmeister Sören Diecke, der allein am Donnerstagabend mehr als 30 Einsätze notierte. Bei denen galt es vordringlich, erst einmal die Straßen frei zu machen. Gestern ging die Arbeit für die Kameraden weiter. Schwerpunkte waren in Rehfeld am Bahnhof, in Rehfeld selbst, in Kiebitz, zwischen Großrössen und Falkenberg und von Falkenberg in Richtung Uebigau. In der Krummen Trift in Falkenberg sind gleich mehrere Bäume nacheinander entwurzelt. Andere, die noch stehen, sind geköpft. "Um insbesondere die großen, schweren Bäume wegräumen zu können, haben wir über Nacht schnell noch einen Kran besorgt. Mit unserer Technik wäre es nicht zu schaffen", berichtet Bürgermeister Herold Quick.

"Es ist so viel aufzuräumen", sagt auch Marco Hollmig, Stadtbrandmeister von Uebigau-Wahrenbrück. Er hat aufgehört, die Einsätze zu zählen, "weil manche Einsatzstelle gleich in die nächste überging". Besonders heftige Schäden hinterließ der Sturm in Winkel, Wahrenbrück und Beutersitz. Aber auch nahezu alle anderen Ortsteile der Stadt blieben nicht verschont. "Wir sind froh, dass wir bei den Aufräumarbeiten Hilfe von so vielen Seiten erfahren", so Bürgermeister Andreas Claus am gestrigen Tag.

Vergleichsweise noch glimpflich ist das Stadtgebiet Herzberg davongekommen. Elf Mal musste die Feuerwehr bis Donnerstagabend gegen 20 Uhr ausrücken, so der Herzberger Feuerwehrsprecher Björn Horn. Zumeist handelte es sich um umgestürzte Bäume oder herabgefallene Äste, die die Feuerwehr von Straßen beseitigen musste. Am schlimmsten hat es den Ortsteil Löhsten erwischt, so Björn Horn. Hier hat der Sturm zahlreiche Bäume entwurzelt. Dachziegel sind Hunderte Meter weiter auf Felder geflogen. Die Herzberger Kameraden haben mit ihrem Hubrettungsfahrzeug auch im Raum Bad Liebenwerda Hilfe geleistet.

Schwerpunkt der Sturmschäden im Schönewalder Stadtgebiet war der Bereich zwischen Wiepersdorf und Freywalde. In Freywalde, so Stadtbrandmeister Marc Wille, ist eine große Eiche auf ein Grundstück gefallen. Die Feuerwehr musste auch in Ahlsdorf Schäden beseitigen.

Relativ verschont blieb auch der Schliebener Raum, schätzt Amtsdirektor Andreas Polz mit dem Wissen um die Schäden in anderen Regionen des Kreises und darüber hinaus ein.