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Aufnahmesoll in Elbe-Elster ist für 2017 weit übererfüllt

Herzberg. Der Landkreis Elbe-Elster hat in diesem Jahr bisher 187 Asylsuchende und Flüchtlinge aufgenommen. Damit hat der Kreis sein Aufnahme-Soll für 2017 schon weit übererfüllt. red/ru

Am 24. Juli hat das Land dieses Soll von 193 auf 93 reduziert. "Derzeit sind keine weiteren Transfers angekündigt. Und wir rechnen bis zum Jahresende auch nicht mit einer größeren Zahl aufzunehmender Flüchtlinge in unserem Landkreis", so die Leiterin der Stabsstelle Steuerungs- und Asylangelegenheiten beim Landkreis, Katrin Porsche kürzlich im Ausschuss für Familie, Soziales und Gesundheit des Kreistages.

Die Asylbewerber, die dem Landkreis in diesem Jahr zugewiesen wurden, kommen vor allem aus Tschetschenien, Kamerun, dem Iran und Eritrea. Insgesamt, so Katrin Porsche, waren mit Stand 10. Juli im Landkreis 2148 Ausländer gemeldet. Dazu zählen unter anderem 426 Asylbewerber, 912 allgemeine Ausländer, 444 EU-Ausländer und 262 anerkannte Flüchtlinge. Zu der großen Gruppe der allgemeinen Ausländer gehören auch die Flüchtlinge mit einem subsidiären Schutzstatus, das heißt, einer Aufenthaltserlaubnis für ein Jahr. Der Großteil der anerkannten Flüchtlinge in Elbe-Elster stammt aus Syrien, Afghanistan, dem Iran und Eritrea, erläuterte Katrin Porsche.

An die Zentrale Ausländerbehörde hat der Elbe-Elster-Kreis eine Freimeldung für 35 offene Aufnahmen übermittelt — 20 in der Gemeinschaftsunterkunft Hohenleipisch und 15 in der Gemeinschaftsunterkunft Herzberg. Weitere 238 Plätze stehen in den Übergangseinrichtungen zur Verfügung. Wegen des stark rückläufigen Zugangs von Asylbewerbern hat der Landkreis eine weitere Kapazitätsreduzierung bei Unterkünften vorgenommen, so die Stabsleiterin. So wurden 14 Wohnungen gekündigt und der dritte Mietabschnitt im "Wohnpark Fliegerstraße".

Insgesamt hat der Kreis eine Kapazität von 1079 Plätzen, die zu 62,9 Prozent belegt sind. In Gemeinschaftsunterkünften und Wohnverbünden beträgt die Kapazität 651 Plätze. 379, also 58,2 Prozent, sind belegt. Von den 428 Plätzen in Wohnungen sind 300 (70 Prozent) belegt. Für Aufwendungen für die leer stehenden Unterbringungsplätze sei dem Landkreis eine Förderung von maximal 593 920 Euro in Aussicht gestellt, informierte Katrin Porsche.