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| 16:27 Uhr

Hineingeschnuppert
Auf dem Weg zum zukünftigen Beruf

Im Rahmen des Zisch-Projektes haben Schüler der Finsterwalder Kjellberg-Schule die bze-Ausbildungswerkstatt in Falkenberg besucht und sich dort auch selbst in kleinen Lötarbeiten versucht. Martin Ehrentraut (vorn) kann sich (nun erst recht) vorstellen, eine Ausbildung als Elektroniker zu beginnen.
Im Rahmen des Zisch-Projektes haben Schüler der Finsterwalder Kjellberg-Schule die bze-Ausbildungswerkstatt in Falkenberg besucht und sich dort auch selbst in kleinen Lötarbeiten versucht. Martin Ehrentraut (vorn) kann sich (nun erst recht) vorstellen, eine Ausbildung als Elektroniker zu beginnen. FOTO: LR / Sylvia Kunze
Falkenberg/Finsterwalde. Finsterwalder Schüler besuchen die bzw-Ausbildungswerkstatt in Falkenberg und werden praktisch tätig. Von Sylvia Kunze

Schüler der 9. Klassen der Finsterwalder Kjellberg-Oberschule haben ein paar Stunden die Schul- gegen eine Werkbank eingetauscht. Bei einem Besuch in der bze-Ausbildungsstätte in Falkenberg ging es nämlich nicht nur theoretisch um die dort möglichen Ausbildungsgänge, sondern auch um ganz praktische Erfahrungen. So hatten die Jugendlichen aus dünnem Draht ein Fahrradmodell zu fertigen. Der Umgang insbesondere mit dem Lötkolben stellte so manchen vor eine kleine Herausforderung.

Einer, der ganz gut vorankam und schon sichtlich versiert war, war Martin Ehrentraut. Beim zurückliegenden Praktikum hatte er bei der Fimag gearbeitet. Er berichtet, dass er vorher gar nicht so den Beruf des Elektronikers auf dem Schirm hatte, das Praktikum aber durchaus sein Interesse geweckt habe. „Ich soll mich bewerben, haben sie dort zu mir gesagt“, erzählt Martin. Er ist offenkundig froh, dass ihn der Weg dorthin geführt hat. „Ich denke nicht, dass ich allein den Weg dorthin gefunden hätte“, bekennt er.

Eine Aussage, die bei Lehrerin Kerstin Franke das Herz höher schlagen lassen dürfte. Genau das ist schließlich das Ziel der vielen Angebote, die die Schule, die für ihre sehr gute Arbeit in Sachen Berufsvorbereitung bereits ausgezeichnet wurde, den Jugendlichen auf ihrem Weg zum zukünftigen Beruf unterbreitet. Ob Praktikum, ein solcher Ausflug in die Praxis, Bewerbungstraining oder Berufsbörse – „die Schüler sollen verschiedene Möglichkeiten haben, in Berufe hineinzuschnuppern. Sie sollen wissen: Was gibt es in der Gegend für Angebote? Was kann ich lernen? Wo kann ich später einmal arbeiten?“, ist von der Lehrerin zu erfahren.

Das Angebot des Energieversorgers enviaM, die Ausbildungswerkstatt vom Tochterunternehmen bze kennenzulernen, habe man im Rahmen des aktuell laufenden „Zisch“-Projekts in Kooperation mit der Lausitzer Rundschau gern angenommen. „Zisch“, erklärt sie, spiele im Rahmen des Unterrichts in den Gesellschaftswissenschaften eine nicht unbedeutende Rolle, wenn es um das Thema Medien gehe. „Unsere Schule ist schon seit mehreren Jahren beim Projekt dabei. Im vorigen Jahr haben wir uns in der Redaktion in Cottbus umgesehen. Dieses Jahr war es nun der Ausflug hierher nach Falkenberg“, erzählt Kerstin Franke.

„Das ist super hier und alles sehr interessant“, schätzt die Lehrerin ein. Tom Hendrik Höhne, Assistent für Aus- und Weiterbildung in der Falkenberger bze-Ausbildungsstätte und heute für die Gruppe mit verantwortlich, freut sich über das Lob. Er hat allen zuerst bei einem Rundgang die Kabinette gezeigt und erläutert, was in ihnen alles gelernt werden kann. Ebenso gab er einen Überblick über die Ausbildungsberufe im Metall- und Elektrobereich, die hier unterrichtet werden.

Und dann ging es an die Arbeit. Bei so manchem Jugendlichen nimmt das Fahrrad so langsam Gestalt an. „Das ist eine kleine Möglichkeit, in einen Aspekt der Fachrichtung hineinzuschnuppern“, sagt Höhne. Nach anderthalb Stunden hat es bislang noch fast jeder geschafft, so ein Mini-Fahrrad fertigzustellen und (nicht selten stolz) mit nach Hause nehmen zu können. Während Martin Ehrentraut in seinem Berufswunsch eher noch bestärkt ist, hat hingegen manch anderer seiner Jahrgangskollegen festgestellt, dass das vielleicht eher doch nicht sein Fall ist.

Zisch Projekt Lausitzer Rundschau 2c
Zisch Projekt Lausitzer Rundschau 2c FOTO: LR / Schubert, Sebastian