Dem haben sie sich nun gebeugt.

Obwohl beschlossen, wird die neue Steuer aber dennoch nicht die Einnahmen sprudeln lassen. Von zehn Prozent der Kaltmiete ist dabei die Rede. Denn aktuell sind nur um die 70 Personen mit Nebenwohnsitz in Schlieben bekannt - zumeist Kinder, die noch immer eine Nebenwohnung bei ihren Eltern angemeldet haben. Wobei die Wohnung dabei keiner eigentlichen Wohnung entspricht, sondern in der Regel meist nur das einstige Kinderzimmer ist.

Eine richtige Zweitwohnung sei momentan nur in einem Fall bekannt, kommt als Information aus dem Amt. "Wenn überhaupt, dann kommen vielleicht 500 Euro über die Zweitwohnungssteuer in den Haushaltstopf", hat Amtsdirektorin Iris Schülzke vorgerechnet.

Schlieben ist nach Schönewalde die zweite Stadt im Altkreis Herzberg, die eine solche Steuer erhebt. Schönewalde hatte sich schon vor zwei Jahren dem diesbezüglichen Druck des Landes beugen müssen.