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| 01:24 Uhr

Arnsnesta mit Schild und Wappen

Geschichtsinteressierte gibt es fast in jedem Ort der Region. Aber deshalb das Dorf gleich mit Schild und Wappen versehen? Hans Kneiphof aus Arnsnesta hat sich dieser Aufgabe gestellt. Am Montag wurde das neue Wahrzeichen des Ortes in kleinem Rahmen eingeweiht. Von Birgit Rudow

„Bei uns fehlt einfach etwas, was darauf hinweist, dass Arnsnesta mal eine eigene Burg hatte“, sagt Hans Kneiphof. Schließlich hätten hier einst Ritter von der Burg aus den Flußübergang an der Elster gegen fremde Übergriffe geschützt. Zu denen zählten auch die Herren von Torgau, wie „Botho von Turgow“, 1349 Herr zu dem Arnsneste.

Der 1991 mit seiner Frau Rosel aus Berlin-Charlottenburg nach Arnsnesta gekommene Hans Kneiphof war von der Geschichte schon lange fasziniert, und wie es der Zufall wollte, stand im Frühjahr dieses Jahres ein Mann namens Jürgen Gerner aus Schwerin in Arnsnesta und interessierte sich ebenfalls dafür. „Er sagt, er sei ein Nachfahre derer von Torgau“, erzählt Hans Kneiphof. Und so traten die beiden Männer in einen regen historischen Austausch. Der 72-jährige Arnsnestaer wollte sein Wissen aber nicht nur für sich behalten, sondern es möglichst sichtbar für alle gestalten. „Da kam mir die Idee mit dem Pfahl. Etwas Ähnliches hatte ich mal im Sauerland gesehen. An dem Pfahl wollte ich ein Ritterschild anbringen mit dem Wappen derer von Torgau“, so Hans Kneiphof. Gesagt, getan. Den Stamm lieferte Nachbar Gerd Walter, und das Schild kam vom Metallbauer Löser aus Grassau. Das Wappen hat der Arnsnestaer anhand seiner Unterlagen orginal- und maßstabsgetreu dem Wappen der Herren zu Turgow um 1350 nachgestaltet. Auf der Rückseite ist kurz die Geschichte der Burg und ihrer Herren erwähnt. Am Montagabend hat der 72-Jährige sein Werk nun enthüllt. „Was er damit für unseren Ort geleistet hat, kann man gar nicht genug schätzen“, lobt Ortsvorsteherin Regina Köhler.