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| 15:32 Uhr

Arnsnesta
Großer Bahnhof für die Feuerwehr

 Neben den Fahrzeugen der Gastgeber sind zu dem Umzug auch Besucher unter anderem aus Premsendorf, Herzberg, Malitschkendorf und Frauenhorst nach Arnsnesta gekommen.
Neben den Fahrzeugen der Gastgeber sind zu dem Umzug auch Besucher unter anderem aus Premsendorf, Herzberg, Malitschkendorf und Frauenhorst nach Arnsnesta gekommen. FOTO: Rico Meißner
Arnsnesta. In Arnsnesta ist das 100-jährige Jubiläum der Floriansjünger gebührend gefeiert worden. Von Rico Meißner

Viel Mühe hat sich das Dorf gegeben, um am Wochenende mit fühlbarem Festcharakter das 100-jährige Jubiläum seiner Feuerwehr gebührend zu feiern. Vor dem Ausscheid „Löschangriff nass“ am Nachmittag mit 19 Mannschaften stand am Vormittag erst einmal der Festumzug auf dem Programm. „Wir haben 30 Fahrzeuge am Start“, so Ortswehrführer Marcel Czisch. „Das Repertoire reicht von historischer bis zu moderner Technik.“ Eines der ältesten Modelle ist dabei eine handgezogene Handdruckspritze, die vermutlich um 1900 gebaut wurde. Neben den Fahrzeugen der Gastgeber waren auch Besucher unter anderem aus Premsendorf, Herzberg, Malitschkendorf und Frauenhorst im Ort.

Vor dem Umzug gab es für die Zuschauer auch noch etliche historische Uniformen zu bewundern, die weit bis ins vergangene Jahrhundert hineinreichten. Der leidenschaftliche Sammler und Feuerwehrhistoriker Horst Däumichen aus Knippelsdorf hatte sie zur Verfügung gestellt.

Derzeit hat die Feuerwehr 19 aktive Mitglieder und sieben Kinder in der Kindermannschaft. Einer, der viel erlebt hat, ist Gerd Walter. Der 78-Jährige repräsentiert gemeinsam mit Erhard Blüthgen die ältesten Kameraden. „Man hat uns schon in der Schule angesprochen, ob wir nicht zur Feuerwehr gehen wollen. Das war für uns eine Ehre, dass man uns gefragt hat.“

Seit damals ist viel passiert. Böschungs- und Scheunenbrände und natürlich auch die Hochwasser der Schwarzen Elster, gerade 2002 und 2013. „Da waren alle Tag und Nacht im Einsatz“, resümiert Walter noch einmal.

Eine aus der neuen Generation hingegen ist die 14-jährige Jennifer Pohl. Wie ist sie zur Jugendfeuerwehr gekommen? „Na, Papa ist doch auch ehrenamtlich dort. Außerdem finde ich es gut, dass man etwas lernt und vor allen Dingen, dass man Menschen helfen kann.“ Auf die Frage, ob es anstrengend sei, meint sie nur: „Naja, es geht.“ Am meisten Spaß machten ihr die Wettkämpfe. Sieger an diesem Nachmittag wurde im Übrigen die Mannschaft aus Buckau, nur Zehntelsekunden vor Borken. Auf dem dritten Platz landete Herzberg.

Als eine der gegenwärtig größten Herausforderungen wird der Erhalt der Wehr vor Ort bezeichnet. „Wir hoffen im Rahmen der neuen Strukturierung auf den Verbleib hier bei uns im Dorf“, ist zu hören. „Es ist gut, wenn man an die erforderliche Technik denkt“, meint Gerd Walter dazu. „Aber wichtig ist auch, dass man die Menschen dabei nicht vergisst.“ Die seien immerhin das Wesentliche.

 Neben den Fahrzeugen der Gastgeber sind zu dem Umzug auch Besucher unter anderem aus Premsendorf, Herzberg, Malitschkendorf und Frauenhorst nach Arnsnesta gekommen.
Neben den Fahrzeugen der Gastgeber sind zu dem Umzug auch Besucher unter anderem aus Premsendorf, Herzberg, Malitschkendorf und Frauenhorst nach Arnsnesta gekommen. FOTO: Rico Meißner