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Moderne Medien
Schliebener Land im Trend der Zeit

Schliebener Land . Erste Vereine und Gewerbetreibende setzen auf die City-App, die im Entstehen ist. Von Sylvia Kunze

„Leute, macht mit!“, möchte Angela Unger, Vorsitzende des Schliebener Moienmarkt- und Kulturvereins, am liebsten jeden einzeln im Schliebener Land auffordern, bei einer der jüngsten Aktionen auf Amtsebene mitzumachen. Die Rede ist von der City-App, die im Entstehen ist und die das Schliebener Land via Smartphone und Tablett vorstellen, Leute anlocken und Neuigkeiten verbreiten soll.

„Unser Moienmarkt- und Kulturverein möchte dort mitmachen, um eine größere Plattform zu nutzen. Dort können wir uns im Kontext Stadt/Amt darstellen/präsentieren. Gleichzeitig kann die Plattform genutzt werden, die Aktivitäten des Vereins, insbesondere seine Veranstaltungen, bekannt zu machen. Gerade jetzt, wo wir beginnen, mehr als nur den Moienmarkt zu organisieren…“, begründet Angela Unger die Zusage des Vereins, Partner der City-App zu werden. Zudem weiß sie nur zu gut: „Ob Facebook, Instagram oder andere Apps - die jüngere Generation wird damit groß. Dem muss man gerecht werden und ebenfalls diese Medien nutzen - wenn es uns Oldies auch manchmal schwerfällt.“ Für sie steht fest: „Je mehr aus dem Schliebener Land bei dieser App mitmachen, desto mehr macht es Sinn.“

Worte, die Amtsdirektor Andreas Polz sowie die Verwaltungsmitarbeiter Dirk Forberger und Andy Müller, beide begleiten den Prozess der Erstellung der App intensiv, unbedingt unterstreichen. In mehreren Runden haben sie die Idee nun schon Vereinen und Gewerbetreibenden aus der Region vorgestellt. An die 350 Einladungen wurden verschickt. Verbindliche Zusagen zählt Andy Müller inzwischen 25. „Und stetig werden es mehr“, berichtet er.

Zu denen, die das Ansinnen ebenfalls unterstützten, gehört auch Roberto Petermann, ein junger Handwerker aus Proßmarke. „Ich möchte mich und die Firma vorstellen, möchte mehr Informationen an die Kunden weiterreichen - und mitwirken, wenn im Schliebener Land etwas Neues entsteht“, begründet er seine Zusage. Auch Britta Petschick, Inhaberin der Apotheke, sieht es so: „Als Gewerbetreibender muss man bei Innovativem mit dabei sein. Die App wird eine gute Plattform sein, um Kunden auf Aktionen aufmerksam zu machen und vor allem auch junge Menschen zu erreichen“, ist sie überzeugt.

Der Amtsdirektor hofft darauf, dass sich derartig guter Zuspruch vervielfacht, dass er andere Vereine und Gewerbetreibende „ansteckt“. Er sieht in der App ein Instrument, um viel erreichen zu können: Einheimische und Touristen gleichermaßen mit Tipps zu Freizeitangeboten zu versorgen, ein Stück Wirtschaftsförderung betreiben, Vereine mit ihren Aktivitäten zu präsentieren, kommunale Informationen von der Mülltour bis hin zur Umleitung und Havarie an den „Endverbraucher“ zu bringen. „Und das alles einfach auf einem Griff. Ein Portal, wo ich alles finde, was vor Ort wichtig und wissenswert ist“.

Alle wissen, dass man sozusagen noch am Anfang steht. „So nach und nach wird die App mit Daten bestückt. Sie könnte voraussichtlich Mitte des Jahres an den Start gehen“, wagt Dirk Forberger eine Prognose. „Wir supporten das jetzt erst einmal, aber die Fleißarbeit, das stetige Bestücken mit neuen Informationen, muss dann von den Vereinen und Gewerbetreibenden selbst kommen“, macht er zugleich deutlich, worauf es im weiteren Verlauf des Prozesses ankommen wird.

Aber auch das Amt stehe weiter dahinter, versichert Polz. Das sichert nicht nur die Finanzierung der App, man rechnet dafür mit 2000 Euro pro Jahr, sondern die Verwaltung werde auch beim Zuführen von Neuigkeiten helfen, sagt der Amtsdirektor.