Die Lebusaerin weiß, dass in der Nähe ihres Wohnhauses ein Hydrant steht. “Selbst wenn der Schnee über dem Hydranten weggekehrt ist, wäre er sicher eingefroren„, sagt sie. Die Anlieger seien mit der Freihaltung der Hydranten überfordert. Aus ihrer Sicht müssten nicht die Anlieger, sondern die Kommune oder die Feuerwehr die Verantwortung dafür tragen, dass die Hydranten bei dieser Witterung frei sind.

Die RUNDSCHAU hat in den Rathäusern der Region nachgefragt. “Das Brand- und Katastrophenschutzgesetz des Landes regelt allgemein die Vorsorgepflicht der Eigentümer und Besitzer von Grundstücken. Dies wird dann in entsprechenden Satzungen in den Kommunen konkretisiert„, sagt Sven Ziehe vom Herzberger Ordnungsamt. In der Stadt Herzberg obliegt es laut Satzung für die Straßenreinigung und Winterwartung dem Eigentümer des Grundstückes, dafür Sorge zu tragen, dass Einläufe für die Entwässerung und Hydranten von Schnee und Eis freizuhalten sind, so Ziehe. Für das Einfetten von Hydranten- und Schieberkappen sei der Betreiber, im Fall Herzberg der HWAZ, zuständig. Auch im Amt Schlieben, so teilt das Ordnungsamt mit, ist in der Straßenreinigungssatzung festgelegt, dass die Einlauf- und Löschwasserentnahmestellen durch die Anlieger freizuhalten sind. Gleiches gilt für den Bereich der Stadt Falkenberg. “Freie Hydranten sind Anliegerpflicht. Das trifft auch auf die Absperrschieber für Trinkwasser zu„, sagt Falkenbergs Stadtbrandmeister Sören Diecke und verweist darauf, dass Hydranten, die unter Schnee und Eis “verschwunden„ sind, im Brandfall die Arbeit der Feuerwehr unnötig erschweren. ru