"Das sind ganz normale Anfangschwierigkeiten", sagt Bauherrin Sabine Endemann. Die Chefin der Wohnungsbaugesellschaft "Elsteraue", in deren Besitz sich die zu sanierende Immobilie Markt 3 in Uebigau befindet, hat bei anderen, ähnlichen Bauvorhaben genügend Erfahrungen gesammelt und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Was man konkret vorgefunden habe, sei in einem schlechteren Zustand gewesen, als alle Bauuntersuchungen im Vorfeld prophezeit hatten. Wieder einmal. "Das Haus ist ziemlich instabil", benennt Sabine Endemann das größte Problem. Hauptsächlich auch daraus resultierend, dass zwei dicke Dachbalken angebrochen waren. "Der Zimmermann musste die Dachkonstruktion erst einmal verstärken und sichern", benennt die Bauherrin die vordringlichste Aufgabe vor Ort. Das habe Zeit gekostet. Auch Zeit, in der man eigentlich schon in den unteren Etagen tätig werden wollte. "Aber Sicherheit geht vor. Statt parallel zu bauen ging nur, die Arbeiten nacheinander auszuführen", erläutert die "Elsteraue"-Chefin. Nachdem die Zimmermänner am Dach fertig seien, könne man jetzt unten tätig werden.

"Es sieht nicht nach viel aus, aber es ist enorm was zu leisten", kommentiert Sabine Endemann den Baufortschritt. Momentan sei man dabei, vier zusätzliche Wände im rechten Winkel zur Außenwand einzuziehen. Die sollen für weitere Stabilität im Mauerwerk sorgen. Auch an Teilen der Gründung wurde inzwischen schon Hand angelegt. "Bevor Mauerwerk weggenommen und erneuert wurde, musste immer erst ganz genau überlegt werden, welche Folgen das haben kann. Die Statiker waren ständig am Rechnen", beschreibt Sabine Endemann. Zudem seien weiterführende Baugrunduntersuchungen nötig gewesen. "Auch wenn ich schon viele Erfahrungen bei der Sanierung von Altbausubstanz sammeln konnte, ist jedes Bauvorhaben eine neue Herausforderung", sagt die Geschäftsführerin, die sich freut, dass jetzt langsam der Punkt erreicht sei, an dem man nach Plan am Objekt weiterarbeiten könne. Der besagt, dass nach den Ausbesserungsarbeiten an der Wand zur Hofseite endlich der eigentliche Aufbau des Wohnhauses beginnen kann. Ziel ist, die Gebäudehülle bis zum Winter dicht zu bekommen.