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Herzberg
An der Lapine-Brücke geht’s weiter

An der Brücke über die Lapine in der Palombinistraße soll bald weiter gebaut werden.
An der Brücke über die Lapine in der Palombinistraße soll bald weiter gebaut werden. FOTO: Dieter Müller
Herzberg. Zwei Gasleitungen werden umverlegt. Sanierung der Karl-Liebknecht-Straße in Planung. Von Birgit Rudow

In dieser Woche soll es nach langer Pause endlich mit dem Bau an der Lapine-Brücke in der Palombinistraße weiter gehen, informierte Reinhard Neupert vom Bauamt der Stadt in der Bauausschusssitzung. Anfang Dezember musste der Bau gestoppt werden, weil zwei Gasleitungen das Setzen der Spundwände für das Fundament behinderten. „Die Pläne, die wir hatten und der Verlauf der Leitungen haben nicht übereingestimmt“, so Reinhard Neupert. Die Mitnetz Gas hat eine neue Planung veranlasst, nach der die Leitungen jetzt umverlegt werden müssen.

Bevor die Firma Meli-Bau also an der Brücke weiterbaut, müssen erst die Gasleitungen umverlegt werden. Davon, so Neupert, seien aber auch private Grundstücke betroffen. Also musste das Eigentumsrecht erst geklärt werden. Anfang April sei dazu der letzte Notarvertrag geschlossen worden, sagte er.

In dieser Woche werden die Rohre geliefert und bis 27. April sollen die Leitungen umverlegt sein. Das sei technisch nicht ganz einfach, so Neupert, denn trotz der Arbeiten müsse die Gasversorgung gesichert werden. Die Umverlegung erfolgt komplett in der Regie der Mitnetz Gas, die auch die Kosten dafür trage, sagt er.

Wenn alles gut geht, kann Meli-Bau ab dem 2. Mai mit den Brückenbauarbeiten fortfahren. Für das Tierparkfest wird die Baustelle so hergerichtet, dass sie im Notfall für Feuerwehr und Rettungskräfte überfahren werden kann. Für den normalen Verkehr bleibt sie gesperrt. Der Fackelumzug muss die Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer nutzen. Da könnte es zu kleinen Staus kommen. Einen möglichen Termin für die Fertigstellung der Brücke hat Reinhard Neupert im Bauausschuss nicht genannt.

Klar ist aber, dass sich zeitnah an die Sanierung der Palombinistraße und der Lapine-Brücke die Erneuerung der Karl-Liebknecht-Straße bis zur B 87 anschließen soll. „Zum einen wird das im Fördermittelbescheid des Landes für die Palombinistraße gefordert und zum anderen ist das dringend notwendig, weil der Schulbusverkehr für die Elsterlandgrundschule über die Karl-Liebknecht-Straße führt“, so Neupert.

In Verbindung mit dem Schulerweiterungsbau sollen an der Schule neue Bussteige eingerichtet werden. Ziel ist es, nach der Sanierung der Karl-Liebknecht-Straße den Wilhelm-Pieck-Ring busfrei zu bekommen. Mitte Juni soll eine Planung für die Karl-Liebknecht-Straße vorgelegt werden. Nach Information des Bauamtes wird momentan ein Baumgutachten erstellt, damit nötige Fällungen in der nächsten vegetationsfreien Zeit vorgenommen werden können. Zum Teil seien die Bordsteine schon in die Bäume eingewachsen, so Neupert. Im Bauausschuss hat der Abgeordnete Ulf Lehmann (Herzberg zählt) angekündigt, sich genau mit dem Thema Baumfällungen in der Karl-Liebknecht-Straße befassen zu wollen. Dort würden 100-jährige Eichen stehen. Der Baumfrevel in Herzberg sei furchtbar, sagte er. Reinhard Neupert antwortete darauf, dass es das Ziel sei, zumindest die Bäume zwischen Lapine und Kastenbreite stehen zu lassen, da ihr Abstand vom Bordstein groß genug sei.