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| 11:30 Uhr

Alles rund um die Eisenbahn
Am Wochenende schnauft die Dampflok

Beim Eisenbahnerlebnistag in Falkenberg kommen Fans der schweren Fahrzeuge alljährlich auf ihre Kosten. Das soll auch am Wochenende wieder der Fall sein, versprechen die Gastgeber.
Beim Eisenbahnerlebnistag in Falkenberg kommen Fans der schweren Fahrzeuge alljährlich auf ihre Kosten. Das soll auch am Wochenende wieder der Fall sein, versprechen die Gastgeber. FOTO: Dieter Müller
Falkenberg. Eisenbahnerlebnistage in Falkenberg widmen sich zwei Jubiläen: 25 Jahre Eisenbahnmuseum und 170 Jahre Eisenbahn. Von Sylvia Kunze

Am vergangenen Wochenende haben die Aktiven vom Falkenberger Förderverein Brandenburgisches Eisenbahnmuseum und ihre Helfer noch einmal in Ruhe durchgeatmet und Freizeit genossen. Denn sie alle wissen, dass es die nächsten Tage und insbesondere das kommende Wochenende in sich haben werden, wenn die Eisenbahnerlebnistage vorzubereiten und durchzuführen sind. Sie widmen sich in diesem Jahr gleich zwei bedeutenden Jubiläen. Zum einen geht es da um das 25-jährige Bestehen des Falkenberger Eisenbahnmuseums. Zum anderen soll der Blick auf eine nunmehr 170 Jahre dauernde Eisenbahngeschichte am Standort Falkenberg gelenkt werden.

Speziell mit Blick auf die beiden Jubiläen sind zwei Sonderausstellungen entstanden, die mit wichtigen Fakten vertraut machen und mit Bildern Entwicklungen nacherlebbar machen. Nicht zuletzt ist auch das kleine Museum selbst Beleg dafür, was Eisenbahn einst war und welchen Stellenwert sie in der Stadt besaß - und heute noch besitzt. Nicht umsonst führt Falkenberg seit geraumer Zeit den Beinamen Eisenbahnstadt.

Um die 35 Frauen und Männer stehen bereit, um all das am kommenden Samstag und Sonntag allen Interessierten zugänglich zu machen. Schon seit Wochen laufen die Vorbereitungen. Vor allem das Organisieren der Lokomotiven, die nach wie vor besonders hoch in der Besuchergunst stehen, ist aufwendig und erfordert eine Masse an Absprachen. Letztlich ist es auch ein immenser Kostenfaktor, berichtet Heinz Welisch, Vorsitzender des Fördervereins, der das Eisenbahnmuseum in Falkenberg betreibt.

Aber das hat man in diesem Jahr alles wieder erfolgreich schultern können. Welisch kündigt erfreut an: „Wir werden am Wochenende zwei Dampflokomotiven vor Ort haben, außerdem noch eine Diesellok und eine E-Lok. Die beliebten Mitfahrten soll es selbstverständlich wieder geben.“

Die Absage einer zuerst ins Auge gefassten Dampflok aus Berlin hat sich im Nachgang als glücklicher Umstand erwiesen. Stattdessen werden dank des Engagements der Vereinsmitglieder nun sogar zwei solcher Eisenkolosse vorfahren: eine solche Lokomotive aus Wittenberg und eine aus dem Preßnitztal. Letztere wird übrigens mit besonderer Vorfreude erwartet. „Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit einer alten Bekannten. Sie versah einst ihren Dienst hier bei uns in der Stadt“, berichtet Wehlisch. Und um die Eisenbahnromantik komplett zu machen, holen die Gastgeber des Erlebniswochenendes auch noch die Cottbuser Parkeisenbahn nach Falkenberg.

Welisch weiß, dass beim Anblick der tonnenschweren Schienenfahrzeuge nicht nur Eisenbahnerherzen höher schlagen. Fans wachsen zum Glück immer wieder nach. Erst dieser Tage rief eine Dame aus Halle an, ob die Einladung stehe. Ihr Enkel weiß von dem Termin und sei schon so heiß auf die Lokomotiven. Klar doch, hat der Falkenberger sie eingeladen und gleich noch ans Herz gelegt, für die Anreise am besten die Eisenbahn zu nutzen - sozusagen um das Erlebnis zu komplettieren und den Vergleich von heute und einst zu haben.

Wie Reisen einst funktioniert hat, haben sich vor Ort im Museum in diesem Jahr schon viele Besucher angesehen. Das heiße Sommerwetter hat sie im Vergleich zu den Vorjahren vermutlich in die Kühle versprechende Ausstellung getrieben. Über mangelnde Nachfrage muss Welisch bislang jedenfalls nicht klagen. „Es haben sich auch viele Gruppen durch die Ausstellung führen lassen“, weiß er. Besonderes Interesse spüre er dann immer rund um das Thema Bombardierung des Falkenberger Bahnhofs. „Und wenn dann noch der alte Telefonapparat ausprobiert werden kann oder eine Fahrkarte ausgedruckt wird, dann sind unsere Gäste immer total begeistert.“

Um die 2000 Besucher haben die Falkenberger Eisenbahnfreunde allein zum Jubiläum vor fünf Jahren begrüßen können. Eine Marke, an die sie am kommenden Wochenende gern wieder herankommen möchten.