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| 01:10 Uhr

Alte Kohlebahntrasse soll Radweg werden

Region.. Die ehemalige Kohlebahntrasse zwischen Domsdorf und dem so genannten Grünewalder Lauch an der Kreisgrenze zu Oberspreewald Lausitz soll als Radwanderweg ausgebaut werden. Dafür entschieden sich auch die Mitglieder des Elbe-Elster-Kreisausschusses auf ihrer Sitzung am Montagabend. Dem Kreistag wird die entsprechende Beschlussvorlage unterbreitet. Von Lothar Günther

Wie bereits im Strukturentwicklungsausschuss, der sich Anfang April mit diesem Thema beschäftigt hatte, ging es auch im Kreisausschuss nicht ohne eine kontroverse Diskussion ab. Jürgen Hartmann (PDS-Fraktion) und andere Abgeordnete verwiesen erneut darauf, dass es doch wichtiger sei, an gefährlichen Stellen straßenbegleitende Radwege zu errichten. Besonders an Strecken, die Kinder für den täglichen Schulweg benutzten, sei dies erforderlich. Hier musste Landrat Klaus Richter allerdings - obwohl er diese Sorge durchaus teilte - darauf verweisen, dass es sich dabei um zwei völlig verschiedene Projekte und Zuständigkeiten handele.
Soll beispielsweise ein Radweg neben einer Bundesstraße gebaut werden, so sei dies vom Bund und von den entsprechenden Ministerien zu finanzieren. Die Kreisverwaltung habe da keine Handlungsmöglichkeit und könne lediglich immer wieder nachdrücklich auf das Problem aufmerksam machen, was auch geschehe.
Zum zur Debatte stehenden Radweg auf der Kohlebahntrasse erinnerte Klaus Richter die Ausschussmitglieder daran, wie schwierig es war, die Forstwirtschaftsbetriebe und vor allem die LMBV für das Projekt mit ins Boot zu holen. Nachdem die Bahngleise schon entfernt worden sind, übernimmt die LMBV auch die Grundsanierung der Trasse, auf die dann lediglich eine Bitumenschicht aufgebracht und die Beschilderung besorgt werden müsste. Der Ausbau des Weges soll auf einer Mindestbreite von 1,60 Metern erfolgen. Nach Fertigstellung geht er in die Baulastträgerschaft der jeweiligen Beleggemeinden über. Ob Bitumen denn die preiswerteste Variante des Ausbaus wäre, fragte Frank Werner, CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, nach. Außerdem merkte er an, dass er keineswegs eine Asphaltdecke brauche, um mit dem Fahrrad durch den Wald zu fahren. Doch dies wird sich wohl nicht vermeiden lassen, sofern das Projekt zur Ausführung kommt. Denn die ursprüngliche Trassenführung war nun mal eine Bahnstrecke und kein gewachsener Weg.
Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung votierten die Ausschussmitglieder schließlich dafür, den Beschlussvorschlag in den Kreistag einzubringen. Er steht allerdings ausdrücklich unter dem Vorbehalt einer Förderung der Maßnahme insbesondere durch die Bundesanstalt für Arbeit in Form von Vergabe-ABM.