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| 15:04 Uhr

Herzberg
Abschied von der alten Rettungswache

Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes in Herzberg haben in einer kleinen Feier Abschied von ihrem Domizil im Nixweg genommen und dazu auch ehemalige Kollegen und die Mitarbeiter der Sozialstation des DRK eingeladen. Am 7. August soll die neue Rettungswache in der Leipziger Straße eingeweiht werden.
Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes in Herzberg haben in einer kleinen Feier Abschied von ihrem Domizil im Nixweg genommen und dazu auch ehemalige Kollegen und die Mitarbeiter der Sozialstation des DRK eingeladen. Am 7. August soll die neue Rettungswache in der Leipziger Straße eingeweiht werden. FOTO: Dieter Müller
Herzberg. Mitarbeiter des Rettungsdienstes in Herzberg haben ehemalige Kollegen und Weggefährten eingeladen. Von Birgit Rudow

Am 7. August soll die neue Rettungswache des Landkreises in der Leipziger Straße in Herzberg feierlich übergeben werden. Über Jahrzehnte war das DRK im Nixweg das Domizil der Retter in höchster Not. Für die Rettungsdienstler war das Anlass, in dieser Woche spontan mit einer kleinen Feier am Abend (die Dienstbereitschaft war selbstverständlich abgesichert) Abschied zu feiern von ihrer „alten“ Wache. Dazu hatten sie ehemalige DRK-Kollegen eingeladen wie den heute fast 90-jährigen Krankenwagenfahrer Wilfried Merkel und die Mitarbeiter der DRK-Station, mit denen der Rettungsdienst Jahrzehnte gut zusammengearbeitet hat. Das DRK war früher Träger des Rettungsdienstes. Heute gehört er zum Landkreis. Bei einem Bier und Würstchen haben die Kollegen gemütlich beieinander gesessen und so manche Begebenheit wieder aufleben lassen.

Saß der Rettungsdienst zu DDR-Zeiten in der Villa, wurde 1987 damit begonnen, den jetzigen Dienstbereich um- und neuzubauen, berichtet der Leiter der Wache Michael Gehler, der damals gerade beim Rettungsdienst angeheuert hatte. „Ich habe mich gleich auf die Baustelle begeben“, erinnert er sich. Den Bau hat eine Feierabend­brigade aus Kollegen abends unter Woche und an den Wochenenden bewerkstelligt. Die alten Garagen wurden umgebaut und noch eine Etage draufgesetzt. „Bauleiter“ Hans-Jürgen Zschepke war auch vom DRK. Die 13 B 1000, die die Wache hatte, passten in die Garagen. Doch dann kam die Wende, und im Frühjahr 1990, als der Bau fertig war, wurden aus den B 1000 Mercedes-Fahrzeuge, für die die Garagen eigentlich zu klein waren. Aber irgendwie passten die kleineren Autos dann doch rein und das große Rettungsfahrzeug fand auf dem alten Kohlelager Platz, nachdem die Kohleheizung zur Ölheizung umgebaut worden war, so Michael Gehler.

42 Mitarbeiter und sieben Fahrzeuge hat der Herzberger Rettungsdienst heute in den Wachen in Herzberg, Uebigau und Werchau. Bei allen schönen und manchmal auch schweren Stunden im Nixweg freuen sie sich auf das neue Gebäude in der Leipziger Straße. „Damals, Ende der 1980er-Jahre, war die Wache im Nixweg modern. Doch heute ist sie aus der Zeit“, sagt Notfallsanitäter Syvius Wegner. Er freut sich darüber, was der Landkreis für seinen Rettungsdienst auf die Beine stellt. Die Rettungssanitäter, Rettungsassistenten und Notfallsanitäter verfügen über gute Arbeitsbedingungen. „Wir haben tolle Fahrzeuge, tolle Medizintechnik und bald auch in Herzberg tolle Räumlichkeiten“, sagt er.

Auf jeden Fall wollen die Mitarbeiter die ehemalige Kolleginnen und Kollegen im Winter noch einmal einladen, dann  in die neue Rettungswache in die Leipziger Straße. „Damit sie sehen können, wie wir heute arbeiten“, so Sylvius Wegner.