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| 17:54 Uhr

Herzberg
Abschied für Michael Oecknigk aus dem Stadtparlament Herzberg

Petra Hollstein (Linke) und Kornelia Graßmann (CDU/r.) verabschieden sich als ehemalige und aktuelle Stadtverordnetenvorsteherinnen von Michael Oecknigk, der ab 8. Januar nicht mehr Mitglied der Stadtverordnetenversammlung in Herzberg sein wird.
Petra Hollstein (Linke) und Kornelia Graßmann (CDU/r.) verabschieden sich als ehemalige und aktuelle Stadtverordnetenvorsteherinnen von Michael Oecknigk, der ab 8. Januar nicht mehr Mitglied der Stadtverordnetenversammlung in Herzberg sein wird. FOTO: Rudow / LR
Herzberg. Stadtverordnetenvorsteher danken scheidendem Bürgermeister für 27 Jahre Parlamentsarbeit. Von Birgit Rudow

Nach 23 Jahren im Amt als Bürgermeisters und 27 Jahren als gewählter Volksvertreter war es am Donnerstagabend im Bürgerzentrum die letzte Stadtverordnetenversammlung für das scheidende Herzberger Stadtoberhaupt Michael Oecknigk (CDU). Drei Vorsitzende der Versammlung hat er als Bürgermeister in diesen Jahren erlebt. Petra Hollstein (Linke), Gustav Ullrich (CDU) und Kornelia Graßmann (CDU).

Alle drei (von denen Gustav Ullrich dem Gremium heute nicht mehr angehört) haben sich auf der Sitzung am Donnerstag persönlich von ihm verabschiedet. Kornelia Graßmann als aktuelle Vorsteherin des Parlaments richtete einige persönliche Worte an Michael Oecknigk. Sein Tagwerk, so sagte sie, sei nicht immer leicht gewesen. Doch er habe immer treu und redlich durchgehalten. Er habe seine Aufgaben aus Pflichtgefühl oft über das gewöhnliche Maß hinaus erfüllt. Sie habe Michael Oecknigk als kompetenten Leiter der Stadtverwaltung kennengelernt und schätze seinen Rat, seine Loyalität und seine Erfahrung, sagte Kornelia Graßmann. Es gebe aber verschiedene Seiten im Leben, und die in Zukunft neu gewonnene Freiheit werde ihm im Ruhestand mit der Familie neue Perspektiven bieten, sagte sie.

Michael Oecknigk dankte seinen drei jahrzehntelangen Mitstreitern vor allem für deren Vertrauen. Das sei wichtig in der Politik, sagte er. Er werde die Wünsche für den Ruhestand von Kornelia Graßmann gern beherzigen. Doch dann fügte der (Noch-)Bürgermeister hinzu, dass man sich immer zweimal im Leben treffe. Was er damit meint, ließ er offen.

Im weiteren Verlauf war die letzte Sitzung der Herzberger Stadtverordneten des Jahres 2018 unspektakulär. Einstimmig fassten die Abgeordneten den Beschluss über die Prüfung der Wahl für das Bürgermeisteramt. Ebenso einmütig wurde Marco Hammer (SPD-Fraktion) als Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Kultur sowie Sport und Soziales bestätigt. Der bisherige Vorsitzende Ulf Lehmann (Herzberg zählt) war von diesem Amt zurückgetreten. Das Vorschlagsrecht für den Vorsitz lag bei der SPD-Fraktion. Mehrheitlich stimmten die Abgeordneten einer überplanmäßigen Ausgabe für ein Kommunalfahrzeug  für den Winterdienst zu.

Der Beschluss zur Bestätigung des städtebaulichen Vertrages mit Aldi zum Bau eines neuen Marktes am Standort des heutigen Hotels „Zum heitern Blick“ wurde auf Antrag des Bürgermeisters von der Tagesordnung genommen. Der Hauptausschuss hatte ihn schon in die Fraktionen und Ausschüsse verwiesen (die Rundschau berichtete). Michael Oecknigk bot an, auch nach seiner Amtszeit zu einem Gespräch einzuladen. Dabei soll diskutiert werden,  wie die Interessen der Stadt bei der Vertragsgestaltung besser berücksichtigt werden können.

Der noch amtierende Bürgermeister kündigte auch eine Sonder-Stadtverordnetenversammlung für den 11. Januar an. Dann hat bereits Karsten Eule-Prütz sein Amt übernommen. Von der RUNDSCHAU nach dem Grund für die Sondersitzung befragt, antwortete dieser, dass er die sofortige Prüfung der Haushalte als eine der wichtigsten Aufgaben erachtet. Damit wolle man einen externen Prüfer beauftragen. Das brauche schnell einen Beschluss  der Stadtverordneten. Es dürfe keine Zeit mehr verloren gehen. Mit Vertretern der Fraktionen sei das Vorgehen besprochen, so Karsten Eule Prütz.