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| 17:04 Uhr

Im Überschallbereich
Abfangjäger der Luftwaffe erzeugt vielerorts Irritationen

Herzberg. Ein lauter Knall hat am Dienstag Menschen in Elbe-Elster erschreckt. Ursache war die Luftwaffe der Bundeswehr – und ein unbekanntes Flugzeug. Von Sven Gückel

Ein lauter Knall, der am Dienstag gegen 17.50 Uhr im gesamten Altkreis Herzberg zu vernehmen war, sorgt in den sozialen Medien für viele Spekulationen. Wie ein Sprecher des Presseinformationszentrum der Luftwaffe die RUNDSCHAU informierte, handelte es sich bei dem Donnerschlag um einen Überschallknall, verursacht durch Abfangjäger des Typs Eurofighter Typhoon des Taktischen Luftwaffengeschwader 74 in Neuburg an der Donau. Die dort stationierte Alarmrotte (QRA-Quick Reaction Alert), bestehend aus zwei Maschinen, wurde alarmiert, nachdem ein ziviles Flugzeug den deutschen Luftraum ohne bestehenden Funkkontakt querte. „Die Eurofighter bekamen daraufhin die Aufgabe, Sichtidentifizierung zur Zivilmaschine herzustellen“, erläuterte der Bundeswehrsprecher.

Um das Ziel anzugehen, bewegten sich die Eurofighter südlich Berlin im Überschallbereich, was letztlich den Knall auslöste. Der wiederum war vereinzelt bis in das nördliche Bayern zu hören. Zum geforderten Sichtkontakt kam es jedoch nicht. Die zivile Maschine hatte inzwischen den deutschen Luftraum verlassen und war auf ihrem Flug gen Osten von polnischen Einheiten übernommen worden.

Bis zu 20 Mal pro Jahr wird die Alarmrotte der Luftwaffe alarmiert. Ihre Aufgabe ist die Sicherstellung der Unversehrtheit der Lufthoheit über deutschem Staatsgebiet. Oftmals liegt dem Ausbleiben des Funkkontaktes lediglich ein technischer Fehler zugrunde. Neben Neuburg an der Donau ist eine weitere QRA Staffel derzeit in Laage bei Rostock stationiert. Wegen heftiger Sturmböen konnte sie am Dienstag aber nicht starten.